OB-/NIDWALDEN: Psychiatrie-Verbund wird geprüft

Die beiden Kantone wollen künftig im Bereich Psychiatrie enger mit Luzern zusammenarbeiten – der Standort Sarnen ist zu klein.

Markus von Rotz
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«Wir arbeiten gut mit Obwalden zusammen und unsere Patienten gehen gerne dorthin.» Yvonne von Deschwanden, Gesundheitsdirektorin NW (Bild: pd)

«Wir arbeiten gut mit Obwalden zusammen und unsere Patienten gehen gerne dorthin.» Yvonne von Deschwanden, Gesundheitsdirektorin NW (Bild: pd)

Seit 18 Jahren führen die beiden Kantone am Standort des Kantonsspitals Obwalden die gemeinsame Psychiatrie Obwalden/Nidwalden in Sarnen (Pons). Für die kleine Klinik wurde es in den letzten Jahren immer schwieriger, genügend gut qualifizierte Fachkräfte zu rekrutieren und den Betrieb wirtschaftlich zu führen.

Nidwaldens Gesundheitsdirektorin Yvonne von Deschwanden bestätigt nun, dass deshalb eine engere Zusammenarbeit mit Luzern geprüft wird. «Man hat gemeinsam eine Arbeitsgruppe beauftragt, grobe Abklärungen zu treffen und bis im Januar Lösungsmöglichkeiten zu skizzieren.» Aufgrund dieser Abklärungen würden die drei Kantone entscheiden,welche Lösungen im Detail ausgearbeitet werden sollen.

Der Standort Sarnen sei jedoch auf keinen Fall gefährdet. Um einen Ausbau dürfte man nicht herumkommen. Einen Kredit für die Aufstockung um fünf Betten hatte der Kantonsrat bereits 2012 genehmigt – das Vorhaben wurde jedoch bis jetzt zurückgestellt.

 

  

Die Psychiatrie in Sarnen nimmt Patienten aus Nidwalden und Obwalden auf. (Gestellte Szene) (Bild: Archiv  / Neue LZ / Corinne Glanzmann)

Die Psychiatrie in Sarnen nimmt Patienten aus Nidwalden und Obwalden auf. (Gestellte Szene) (Bild: Archiv / Neue LZ / Corinne Glanzmann)