OB-/NIDWALDEN: «Rivalität» prägte Geburt der Zentralbahn mit

Den zehnten Geburtstag kann die Zentralbahn feiern. Das ging damals nicht ohne Geburtswehen, wie sich der ehemalige Direktor Josef Langenegger erinnert.

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Josef Langenegger bei der Eröffnung des Steilrampentunnels im Dezember 2010. (Bild Philipp Schmidli)

Josef Langenegger bei der Eröffnung des Steilrampentunnels im Dezember 2010. (Bild Philipp Schmidli)

Der 1. Januar 2005 war ein historischer Tag in der Bahngeschichte Ob- und Nidwaldens. Die Luzern-Stans-Engelberg-Bahn (LSE) schloss sich mit der Brünigbahn zur Zentralbahn (ZB) zusammen. Josef Langenegger war als Direktor der Brünigbahn und der ZB bis 2011 massgeblich am Zusammenschluss beteiligt, der nicht ohne Zwischentöne über die Bühne ging. «Es war eine Herausforderung, da zwischen den Belegschaften der beiden Bahnen eine gewisse Rivalität herrschte, was mit deren Geschichte zu tun hat. Die LSE war eine verschworene, kleine Familie, die Brünigbahn auf ihre Art auch, aber eben auch ein Teil der SBB», erinnert er sich. Rückblickend sei die Fusion der richtige Schritt gewesen – mit einer erfolgreichen Bahn als Ergebnis. «Die Zentralbahn macht mir Freude. Sie entwickelt sich in meinem Sinne weiter. Auch die neuen Züge machen einen guten Eindruck. Es ist sehr befriedigend, das Endergebnis von etwas zu sehen, was zu meiner Zeit erst auf dem Papier bestand.»

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