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OB-/NIDWALDEN: Stau-Problem: Mögliche Lösungen werden nicht umgesetzt

An Spitzentagen staut sich der Verkehr zwischen Engelberg und Stans teils weit zurück. Lösungsansätze gibt es. Bei der Umsetzung harzt es aber.
Stau auf der A2. (Symbolbild Markus von Rotz / Nidwaldner Zeitung, 26.6.2017)

Stau auf der A2. (Symbolbild Markus von Rotz / Nidwaldner Zeitung, 26.6.2017)

Wenn der Hochnebel auf die Täler drückt, zieht es Schneesportfans in die Höhe. An Spitzentagen sind daher die rund 3500 öffentlichen Parkplätze in Engelberg schon mittags gefüllt, gefolgt von abendlichem Stau zwischen dem Klosterdorf und Stans. «Dagegen wollten wir etwas unternehmen», sagt Frédéric Füssenich, Direktor der Engelberg-Titlis Tourismus AG. Mit Polizeivertretern, der Gemeinde und den Engelberger Bergbahnen sucht man seit vergangenem Frühling Lösungen.

Konkret: Wintersportler sollen etwa bei Stau Richtung Unterland über die Bildschirme bei den Pisten frühzeitig informiert werden. «So gehen die Leute eher noch einen Kaffee trinken oder im Idealfall gleich Abendessen», erklärt Füssenich. Das Gastgewerbe sei orientiert.

Weiter sollen private Verkehrsdienste an Knotenpunkten wie den Kreiseln Dallenwil und Kreuzstrasse in Stans den Verkehr gezielt auf die Autobahn leiten. Damit sie morgens nicht die Engelberger Strassen verstopfen, sollen Gäste zudem leichter auf den Parkplatz bei der Talstation der Titlisbahnen gelangen. Den Aufwand dafür trägt das Bahnunternehmen selber, die Kosten für die übrigen Massnahmen wollen alle Engelberger Bahnen und die Gemeinde je hälftig übernehmen.

Doch die Umsetzung stockt. Einzig der Zugang zum Parkplatz an der Talstation der Titlisbahnen ist bereits verbessert. «Unsere Parkwärter wurden speziell geschult, und wir haben die Zufahrtsanlage um- und ausgebaut», sagt CEO Norbert Patt. Die übrigen Massnahmen kamen diese Saison nicht zum Einsatz. «Wir hatten bisher noch keine absoluten Spitzentage», sagt René Geisser, Leiter des Polizeipostens Engelberg. Würde sich das nächstens ändern, «wären wir noch nicht bereit», räumt er ein. «Der Ball liegt bei den Nidwaldnern.»

Verkehrsregulierung an Kreiseln als Knackpunkt

In Nidwalden sieht man das anders. Knackpunkt sind die privaten Verkehrsdienste, die an den Kreiseln den Verkehr regeln sollen. Karin Kayser, Nidwaldner Justiz- und Sicherheitsdirektorin, sagt: «Die Kompetenz, private Sicherheitsdienste zur Verkehrsregulierung aufzubieten, liegt wohl bei der Kantonspolizei. Wir erachten diese Massnahme aber nicht als praktikabel.»

Dass die Polizei den Verkehr regle, sei schon aus personellen Gründen nicht möglich. «Versuche haben auch gezeigt, dass eine solche ­Regulierung die Staubildung nicht verringert.» Erfolgversprechender findet sie die frühzeitige Information der Gäste. «So wird der Verkehr dosiert und gestaffelt.» René Geisser hält es für möglich, dass sich die Staus durch eine Verkehrsregulierung auf die Autobahn verlagern. «Wenn es so käme, müsste man noch mal über die Bücher.» Er hofft, dass die Massnahmen, wie auch immer sie schliesslich ausgestaltet werden, ab nächster Saison greifen.

Franziska Herger

franziska.herger@obwaldnerzeitung.ch

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