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OB-/NIDWALDEN: Wenn es brennt, müssen sie einen kühlen Kopf bewahren

Bei Bränden, Überschwemmungen oder Chemieunfällen muss es schnell gehen – und es braucht klare Befehle. Am Offiziers- und Kommandantenkurs in Alpnach werden diese Woche die Feuerwehrtalente geschmiedet.
Richard Greuter
In der Kurswoche vom 24. bis 28. April in Alpnach erhalten angehende Offiziere und Kommandanten ihr Rüstzeug für eine Leitungsfunktion in der Feuerwehr. (Bild: Richard Greuter (27. April 2017))

In der Kurswoche vom 24. bis 28. April in Alpnach erhalten angehende Offiziere und Kommandanten ihr Rüstzeug für eine Leitungsfunktion in der Feuerwehr. (Bild: Richard Greuter (27. April 2017))

Innerhalb einer Woche erhalten 31 Kaderleute der Ob- und Nidwaldner Feuerwehren, darunter vier Frauen, ihr Rüstzeug zum Offizier. In verschiedenen Kursphasen wurden die angehenden Offiziere an ihre zukünftige Tätigkeit herangeführt. Während sie bisher eine Gruppe betreuten, führen sie künftig einen Feuerwehrzug.

Bei einem Brandfall gehört es zu den Aufgaben des Offiziers, die Löscharbeiten zu leiten. Ende Jahr ist ihre Beförderung geplant.

Bereit, Verantwortung zu tragen

Am gestrigen Besuchstag konnten rund 40 Besucher, darunter Regierungsrat Christoph Amstad und Polizeikommandant Stefan Küchler, den zukünftigen Offizieren über die Schulter zu schauen. In seinem Grusswort rückte Feuerwehrinspektor Toni Käslin den Mensch in den Vordergrund: «Das Feuerwehrwesen, welches mehrheitlich im Milizsystem aufgebaut ist, ist angewiesen auf Menschen, die bereit sind, Feuerwehrdienst zu leisten.» Es brauche aber, so Käslin weiter, auch Feuerwehrkommandanten, die bestrebt seien, Leute für den Feuerwehrdienst zu begeistern und die richtigen Leute für Kaderfunktionen und später für eine Funktion als Offizier oder Kommandant zu gewinnen. Zu Gast waren auch Besucher aus Bulgarien, die ihre Berufsfeuerwehr in ein Milizsystem umbauen möchten.

Kurskommandant Remo Kuster, André Imboden und Urs Röthlisberger führten die Besucher zu den einzelnen Schauplätzen. Dort waren die fünf Kursklassen mit verschiedenen Szenarien wie Überschwemmung, Stallbrand oder Ölunfall konfrontiert. Ihre Aufgabe bestand darin, die Situation einzuschätzen und dann die richtigen Schlüsse zu ziehen. Bei einem Stallbrand beispielsweise gilt es – neben den Löscharbeiten – , das Vieh und allenfalls Maschinen in Sicherheit zu bringen sowie den elektrischen Strom abzuschalten. Bei einer Überschwemmung müssen Sperren errichtet und bei einem Ölunfall die Umweltschäden minimiert werden. Jeweils ein Einsatzleiter koordiniert dann diese Aufgaben und erteilt die notwendigen Befehle. Was anfänglich noch harzig verlief, kam während der Kurstage mehr und mehr in Fahrt, wie Remo Kuster beobachtete. «Sie haben gelernt, deutlich zu reden.» Befehle, die auch etwas militärisch klingen. Doch dies hat seinen Grund: «Es geht um Leib und Leben», begründet Remo Kuster das Vorgehen.

Neun Kommandanten für die Stabsarbeit

Neun Feuerwehroffiziere besuchten in der Kurswoche den Kommandantenkurs. Als Kommandant oder Stellvertreter führen sie künftig eine gesamte Feuerwehr. Der Schwerpunkt ihrer Aufgabe ist Stabsarbeit, Kontaktpflege mit Partnerorganisationen und auch Öffentlichkeitsarbeit.

Richard Greuter

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

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