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OB-/NIDWALDEN: Wenns sein muss, hilft der Sitznachbar

Hans Wicki und Erich Ettlin haben ihre erste Woche als Ständerat hinter sich. Mit vielen Eindrücken.
Hans Wicki. (Bilder Keystone / PD)

Hans Wicki. (Bilder Keystone / PD)

Seit vergangenem Montag sieht der Alltag von Erich Ettlin ziemlich anders aus. Statt in seinem gewohnten Büro seiner Arbeit als Steuerexperte nachzugehen, politisierte er in Bern – als neu gewählter Obwaldner CVP-Ständerat. Die Umstellung habe er gut gemeistert. «Wir Neulinge wurden sehr gut aufgenommen», zeigt sich Ettlin glücklich, der sich in Bern während der Sessionen ein Zimmer nimmt. Glück hat er auch mit seinen Sitznachbarn. «Konrad Graber und Brigitte Häberli sind zwei alte Hasen und stehen mir immer zur Seite, wenn ich eine Frage habe.» Beeindruckt zeigt er sich von der hohen Professionalität des Parlamentsbetriebes.

Lieblingskommission verwehrt?

Als emotionalster Moment blieb ihm die Vereidigung der neuen Parlamentarier im Gedächtnis. Als wichtigen Termin dieser ersten Woche streicht er das Treffen mit dem gesamten Bundesrat hervor und die Anhörung der Bundesratskandidaten in der Fraktion. Den Namen seines Favoriten will er allerdings noch nicht verraten. Als Nächstes steht die Kommissionszuteilung auf dem Programm. Seine Priorität, die Kommission für Wirtschaft und Abgaben, werde er vermutlich nicht erhalten. Die «Alten» hätten den Vorrang.

Das Amt des Ständerates mit vier Sessionen jährlich und seinen Job als Steuerprüfer unter einen Hut zu bringen, erachtet er als Herausforderung, aber machbar. «Ich habe mich im Geschäft entsprechend organisiert, gebe einige Aufgaben ab, bearbeite auch am Abend noch Geschäftsmails.» Vom Milizsystem ist er überzeugt. «Es ist gut, wenn man noch ein zweites Standbein und so den Draht zum ‹realen› Leben hat.»

Dort, wo Gesetze gemacht werden

Von einem beeindruckenden Gebäude und einem wunderschönen Arbeitsplatz spricht Hans Wicki, der sich ebenfalls sehr gut aufgenommen und von den älteren Kollegen betreut fühlt. Der Arbeitsplatz sei speziell: «Man ist jetzt dort, wo die Gesetze und Rahmenbedingungen der Schweiz gemacht werden», sagt der neue FDP-Ständerat. In der Kleinen Kammer fühlt er sich am richtigen Ort. «Der Ständerat funktioniert vom Ablauf her ähnlich wie eine Regierungsratssitzung. Im Gegensatz zum Nationalrat hat hier nicht jeder das Bedürfnis nach minutenlangen Voten zu jedem Geschäft. Der Kommissionssprecher, der Vertreter der Minderheit und der Bundesrat äussern sich – und dann wird abgestimmt. Die Geschäfte gehen damit nicht ellenlang, das kommt mir entgegen.»

Verkehr und Sicherheit im Fokus

Ein wichtiger Teil der Woche bestand für Wicki darin, sich in die drei Kommissionen Verkehr und Fernmeldewesen (KVF), Sicherheit (SiK) sowie Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) zu manövrieren, was voraussichtlich auch gelingen wird. «Der Verkehr, öffentlich wie motorisiert, ist für meinen Kanton und die Zentralschweiz ein wichtiges Thema, man denke nur an den geplanten Doppelspurausbau und die Lärmschutzsanierung Hergiswil.»

Noch nicht festlegen will er sich zu den Bundesratswahlen. «Es muss für mich klar ein offizieller Kandidat der SVP sein», betont er.

In den nächsten sechs Monaten muss sich Wicki auf ein besonders intensives Arbeitspensum einstellen. Denn er übt noch bis kommenden Juli das Amt des Nidwaldner Landammannes aus. Das bedeute besonders während der Sessionen häufiges Pendeln zwischen Stans und Bern und eine Doppelbelastung.

Matthias Piazza

Die zwei neuen Ständeräte im Sitzungssaal der Kleinen Kammer: links Hans Wicki, rechts Erich Ettlin. (Bild: PD)

Die zwei neuen Ständeräte im Sitzungssaal der Kleinen Kammer: links Hans Wicki, rechts Erich Ettlin. (Bild: PD)

Erich Ettlin. (Bild: Keystone / Lukas Lehmann)

Erich Ettlin. (Bild: Keystone / Lukas Lehmann)

Die zwei neuen Ständeräte Erich Ettlin (links) und Hans Wicki (rechts) bei der Vereidigung mit FDP-Präsident Philipp Müller dazwischen. (Bild: Keystone / Lukas Lehmann)

Die zwei neuen Ständeräte Erich Ettlin (links) und Hans Wicki (rechts) bei der Vereidigung mit FDP-Präsident Philipp Müller dazwischen. (Bild: Keystone / Lukas Lehmann)

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