OB-/NIDWALDEN: Wohnen im Alter ist immer mehr gefragt

Betagte bleiben immer länger daheim. Die Nachfrage für betreutes Wohnen steigt. Aber auch die Pflegeheime sind sehr gut ausgelastet.

Geri Wyss
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Unternehmer Theo Breisacher. (Bild Robert Hess)

Unternehmer Theo Breisacher. (Bild Robert Hess)

Die Menschen werden immer älter. Und sie gehen immer später in ein Alters- und Pflegeheim. Dies belegt die Statistik der sozialmedizinischen Institutionen von 2012. Gestern veröffentlichte Statistik Luzern (Lustat) die Auswertung der Zahlen. Demnach ist in Nidwalden innerhalb der letzten sechs Jahre die Zahl der Menschen über 65 Jahre um rund 27 Prozent gestiegen (Obwalden + 18 Prozent). Im selben Zeitraum ist die Bewohnerzahl in den Heimen leicht zurückgegangen. Einzig bei den Höchstbetagten ab 95 Jahren ist er angestiegen: In Nidwalden lebten 2012 59 Prozent der über 95-Jährigen in einem Heim (Obwalden 56 Prozent).

Mehr schwere Pflegefälle

Die Menschen, die in ein Heim eintreten, sind nicht nur immer älter, sondern auch stärker pflegebedürftig. Rund ein Viertel der Leistungen entfallen auf Personen mit hohem Pflegeaufwand. Somit verwundert es auch nicht, dass stets mehr Personal in den Alters- und Pflegeheimen arbeitet. Ende 2012 waren in den acht Nidwaldner Heimen 571 Personen beschäftigt. Sie besetzten im Jahresmittel 388 Stellen, gut 20 Stellen mehr als in den Vorjahren. In Obwalden arbeiteten Ende 2012 606 Personen in den sieben Heimen. Sie belegten im Jahresmittel 417 Stellen, was praktisch dem Vorjahr entspricht. In beiden Kantonen hat der Anteil Auszubildender oder Praktikanten zugenommen.