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OB-/NIDWALDEN: Zentralbahn-Fahrt endet abrupt

Der Zugunfall im Bahnhof Luzern am Mittwoch traf die Zentralbahn (ZB) an einer neuralgischen Stelle. Rund 5000 ZB-Kunden mussten mit dem Bus vorliebnehmen. Seit Donnerstag läuft es auf dem ZB-Netz wieder rund.
Matthias Piazza
Nur die Zentralbahn-Züge fuhren gestern ab Luzern, darum waren auch nur sie auf der Tafel aufgeführt. (Bild: Matthias Piazza)

Nur die Zentralbahn-Züge fuhren gestern ab Luzern, darum waren auch nur sie auf der Tafel aufgeführt. (Bild: Matthias Piazza)

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwalderzeitung.ch

So hatten sich Zentralbahn-Geschäftsführer Michael Schürch und Marketingleiter Ivan Buck die Fahrt mit «ihrer» Bahn von Luzern an ihren Arbeitsort Stansstad nicht vorgestellt. Sekunden nachdem die S4 im Bahnhof Luzern um 13.57 Uhr abgefahren ist, stoppt der Zug abrupt. «Wenige Meter entfernt, auf dem nahen Normalspurgleis, sahen wir den entgleisten Eurocity-Neigezug. Wir konnten deshalb vom ersten Moment an abschätzen, was auf uns zukommen wird», schildert Ivan Buck die überraschend beendete Fahrt am Mittwoch. Zwar war das Meterspur-Gleis der Zentralbahn nicht blockiert, trotzdem blieben auch diese Züge stecken. Denn aus Sicherheitsgründen wurde der Strom der gesamten Fahrleitung abgeschaltet. Dies, damit die Bergungsarbeiten des entgleisten Zuges starten konnten.

Die rund 50 ZB-Passagiere mussten sich in Geduld üben. «Nach rund 30 Minuten geleitete uns das Sicherheitspersonal aus dem Zug zum rund 70 Meter entfernten Perron.» Die Stimmung sei gut gewesen, der Lokführer habe die Passagiere umgehend informiert. Dank der Batterie-Stromversorgung im Zug sei der Betrieb der Klimaanlage und des Lichts sichergestellt gewesen.

Bis Betriebsschluss am Mittwochabend war auch der Zugverkehr zwischen Luzern und Horw lahmgelegt. Eine eingespielte Maschinerie wurde hochgefahren, Bahnersatzbusse der Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) eiligst aufgeboten. «Für solche Fälle haben wir mit den VBL eine Vereinbarung abgeschlossen», erklärt Buck die kurze Reaktionszeit. Drei Busse standen im Dauereinsatz, transportierten am Mittwoch ZB-Kunden von Luzern nach Horw oder zurück. «Ab Horw konnten wir den Fahrplan aufrechterhalten, nur die abendlichen Entlastungszüge S44 nach Stans und S55 nach Giswil mussten wir aus Kapazitätsgründen der Gleisanlage in Horw streichen.» Wegen des hohen Verkehrsaufkommens dauerte die Fahrt von Horw nach Luzern länger als sonst mit dem Zug. Gegen zehn Kundenlenker, ZB-Mitarbeiter in orangen Westen, informierten die Kunden in den Bahnhöfen Luzern, Allmend, Kriens Mattenhof und Horw und wiesen sie zu den Bahnersatzbussen.

Die Tafel ist voll von Zentralbahn-Verbindungen

Ivan Buck zieht ein positives Fazit zur Bewältigung des Ereignisses – auch dank des Engagements der ZB-Mitarbeiter. Dazu bei­getragen hätten auch die jährliche Krisenstabsübung und die Checklisten, die es erlauben würden, ein ähnliches Ereignis wie in Luzern auch in Hergiswil oder sonstwo auf dem ZB-Streckennetz bewältigen zu können. Trotzdem ist Ivan Buck froh, dass die ZB seit Donnerstagmorgen – als einzige Bahn – wieder ihren fahrplanmässigen Betrieb ab Luzern aufnehmen konnte, was auf der Abfahrtstafel im Bahnhof Luzern witzig zum Ausdruck kam. Nur Verbindungen der ZB waren aufgeführt. Das bleibt auch in den nächsten Tagen so. Laut SBB sollen erst am Montag wieder sämtliche Züge fahren. Auch in der Vergangenheit war die ZB mit Streckenunterbrüchen konfrontiert. Doch Luzern sei speziell. «An so einer Schlüsselstelle sind die Auswirkungen viel grösser. Rund 5000 Passagiere waren bis am späten Abend betroffen.»

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