Ob- und Nidwalden
Jungfreisinnige machen Druck aufs Rentenalter

Auch in Ob- und Nidwalden wurden für die «Renteninitiative» Unterschriften gesammelt. Jetzt sind diese offiziell eingereicht worden.

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(zf) Eine «sichere Renten für alle Generationen»: Das fordern die Jungfreisinnigen mit einer Initiative. Am Freitag wurde 145'000 Unterschriften für die «Renteninitiative» bei der Bundeskanzlei eingereicht. Mit dabei waren Vertreter der Jungfreisinnigen Nidwalden und Obwalden, wie sie in einer Mitteilung schreiben. «Auch zahlreiche Unterschriften aus Obwalden und Nidwalden haben zum Sammelerfolg beigetragen», wird Lino Infanger, Präsident der Jungfreisinnigen Nidwalden, zitiert

Die Jungfreisinnigen reichen ihre «Renteninitiative» bei der Bundeskanzlei ein.

Die Jungfreisinnigen reichen ihre «Renteninitiative» bei der Bundeskanzlei ein.

PD / Nidwaldner Zeitung

Die Initiative fordert die Verknüpfung des Referenzrentenalters mit der Lebenserwartung. Die steigenden AHV-Ausgaben aufgrund der steigenden Lebenserwartung sollen dadurch fair auf alle Generationen verteilt werden. Die Initiative orientiert sich damit am Renten-System in Ländern wie Finnland, Schweden und Dänemark, die dies bereits erfolgreich umgesetzt haben. Dabei lässt die Initiative branchenspezifische Frühpensionierungen (beispielsweise Baubranche) noch immer zu.

Mit der Initiative wollen die Jungfreisinnigen den Reformstau in der Altersvorsorge überwinden und die AHV-Renten für alle Generationen sichern. Trotz stark gestiegener Lebenserwartung seit der Einführung der AHV vor 70 Jahren wurde das Referenzrentenalter 65 nie angepasst. «Dass es deshalb sehr schlecht steht um die langfristige Finanzierung der AHV ist seit Jahren bekannt. Konstruktive Reformvorschläge sind dringend nötig, um die AHV zukunftsfähig zu machen», schreiben die Jungpolitiker. Genau dies sei das Ziel der Volksinitiative «für eine sichere und nachhaltige Altersvorsorge (Renteninitiative)».