Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

OBBÜRGEN: Der Kantonalvorstand ist wieder vollzählig

Die Delegiertenversammlung der Nidwaldner Schützen hat Sandra Kübler und Stefan Durrer in den Kantonalvorstand gewählt. An der Versammlung wurde auch über Waffenrichtlinien gesprochen.
Präsident Max Ziegler (rechts) freut sich über die Wahl «seiner» neuen Vorstandsmitglieder Sandra Kübler und Stefan Durrer. (Bild: Franz Odermatt (Obbürgen, 3. März 2018))

Präsident Max Ziegler (rechts) freut sich über die Wahl «seiner» neuen Vorstandsmitglieder Sandra Kübler und Stefan Durrer. (Bild: Franz Odermatt (Obbürgen, 3. März 2018))

Über 100 Teilnehmer, davon 68 stimmberechtigte Delegierte, interessierten sich am vergangenen Samstag in Obbürgen für die Geschäfte der Kantonalschützengesellschaft Nidwalden. Auch Prominenz aus Politik und Armee war zugegen. Kantonalpräsident Max Ziegler erinnerte in seiner Begrüssung an die Regierungsrats- und Landratswahlen vom Wochenende. Er meinte, dass Politiker gefragt sind, welche sich uneigennützig für das Nidwaldner Volk zur Verfügung stellen.

Stellvertretend für den verhinderten Vereinspräsidenten Fredy Barmettler erzählte Markus Christen Begebenheiten aus der gesellschaftlichen Geschichte des 1914 gegründeten Feldschiessvereins Obbürgen.

Feldschiessen 2019 in Beckenried

Kantonalkassierin Chantal Bläsi präsentierte die Jahresrechnung mit einem Verlust von rund 2000 Franken, bei einem budgetierten Minus von 5400 Franken. Trotz der Vermögensverminderung beantragte sie keine Erhöhung der Jahresbeiträge. Genehmigt wurden auch die umfassenden Ressortberichte der Ressortchefs. Nach der Genehmigung der Terminliste 2018 und des neuen Reglements für den Nidwaldner Stich und Meisterschütze stellte sich die SG Beckenried für die Durchführung des Feldschiessens 2019 und der Delegiertenversammlung 2019 zur Verfügung.

Dem Antrag des Vorstandes für einen Kostenbeitrag von 5000 Franken an die Machbarkeitsstudie betreffend Zentraler Schiessanlage (ZSA), wie auch dem Verteilschlüssel und der entsprechenden Kompetenz an die Arbeitsgruppe wurde grossmehrheitlich zugestimmt. Im Gespräch für eine ZSA sind von bisher zwölf noch vier Standorte, nämlich Herdern Ennetbürgen, Haltli Beckenried, Cholwald Ennetmoos und Schwybogen Stans im Gespräch.

Zusammen 81 Jahre Vereinsarbeit geleistet

Schon seit April 2017 haben sich Sandra Kübler als Beisitzerin und Stefan Durrer als Sekretär und Nachfolger von Edith Zimmer-mann in ihre Aufgaben eingearbeitet. Die zeitaufwendige «Produktion» von Stefan Durrers erstem Jahresbericht darf als gelungen bezeichnet werden. Mit grossem Applaus wurden beide von den Delegierten offiziell in den Kantonalvorstand gewählt. Für eine weitere Amtsdauer von drei Jahren bestätigte die Versammlung auch Pistolenchef Remo Bachmann und für zwei weitere Jahre Rechnungsrevisor Peter von Rotz.

Mit der SSV-Verdienstmedaille wurden die vier Obbürger Fredy Barmettler, Christoph Bühlmann, Matchschütze Beat Odermatt und Michael Rothenfluh sowie der Emmetter Stefan Schärer geehrt und ausgezeichnet. Zusammen haben sie 81 Jahre Vereinsarbeit geleistet.

Kantonalschützenmeister Seppi Gabriel ehrte die Schweizer-Meister-Gruppe der SG Dallenwil. Keine Überraschung bildete der Sieg von Matchschütze Hans-Peter Bucher um den kantonalen Meisterschützen 2017. Bucher hatte diese Auszeichnung bereits in den Jahren 2003 und 2011 gewonnen. Der 55-jährige Geschäftsführer kann auf ein besonders erfolgreiches Jahr zurückblicken, konnte er doch als Vize-Schweizer-Meister mit dem Sturmgewehr und als Rütli-Meisterschütze gefeiert werden. Dass er neben vielen anderen Wettkämpfen auch die Verbandsmeisterschaft der NW-Matchschützen überlegen gewann, darf ebenfalls erwähnt werden.

«Miteinander einen Weg für Nidwalden finden»

Regierungsrätin Karin Kayser informierte an der Versammlung über die zwei aktuellsten Probleme der Schützen, nämlich über die neuen EU-Waffenrichtlinien und die Nidwaldner 300-m-Schiessanlagen, welche die Lärmschutzwerte übersteigen. Die Erleichterungsfrist ist bekanntlich Ende 2017 abgelaufen. Sie dankte für die bisherigen Sanierungsbemühungen, aber die Lärmschutzprobleme seien nach wie vor nicht gelöst. Sie gab auch bekannt, dass die Regierung betreffend EU-Waffenrichtlinien Bedenken angemeldet habe. Allerdings habe die Waffenregistrierung nicht nur Nachteile. Kayser schloss ihre Grussansprache mit den Worten: «Ich wünsche mir, dass wir bezüglich Lärmschutz miteinander für Nidwalden einen Weg finden.»

Renato Steffen vom Schweizer Schiesssportverband (SSV) kämpft mit dem Gesamtvorstand ebenfalls gegen die EU-Waffenrichtlinien: «Wenn das Parlament in Bern uns Schützen nicht hilft, dann ergreifen wir vom SSV das Referendum. Ich danke den NW-Schützen schon heute für ihren Einsatz bei der Unterschriftensammlung», schloss Steffen. Divisionär Hans-Peter Walser dankte den Schützengesellschaften für die Durchführung des Bundesprogrammes und für die Ausbildung der Jungschützen. Diese Ausbildung sei sehr wichtig und davon profitiere die Armee.

Franz Odermatt

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

Hinweis

Feldschiessen-Spezialpreise 2017, Gewehr: Jessica Odermatt; Pius Wyss; Veteran Kurt Keller; Junior Manuel Lüscher. Pistole: Martin Jenzer und Junior Shane Mathis, beide PS Hergiswil.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.