Obbürger Feuerwehrgebäude hat Sanierung nötig

Für gut 700'000 Franken soll das Depot der Obbürger Feuerwehr wieder in Schuss gebracht werden. An der Stansstader Gemeindeversammlung geht es zudem um ein neues Reglement für den Bootshafen. Dieser soll eine selbstständige Firma werden.

Matthias Piazza
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Das Depot der Feuerwehr Obbürgen.

Das Depot der Feuerwehr Obbürgen.

Bild: Urs Hanhart
(6. November 2020)

Wenn es im Bürgenstock-Resort, in einem Wohnhaus, Stall oder Gewerbegebäude im Stansstader Ortsteil Obbürgen mit seinen gut 300 Einwohnern brennt, rückt zuerst die Obbürger Ortsfeuerwehr aus. Doch das Depot mit Baujahr 1985 ist in die Jahre gekommen. Der Gemeinderat will die Fassade und das Dach des zweigeschossigen Feuerwehrgebäudes, das auch noch einen Zivilschutzkeller, eine Waschküche und einen Technikraum beinhaltet, energetisch sanieren. Auch die in die Jahre gekommenen Fenster, Sanitäranlagen und die Küchen in den beiden Wohnungen sollen ersetzt werden. Geplant ist auch, die Innenräume sanft zu sanieren und die bestehende Luft-/Wasser-Wärmepumpe zu ersetzen. Zudem will der Gemeinderat auf dem Dach eine rund 160 Quadratmeter grosse Solaranlage errichten.

«Die Organisation mit der Obbürger Ortsfeuerwehr hat sich bewährt und ist auch mit dem Bürgenstock-Resort noch zeitgemäss, die Infrastruktur ausreichend», begründet Gemeindepräsident Beat Plüss, warum der Gemeinderat am bestehenden Standort 690'000 Franken investieren will. Über den Kredit stimmen die Stansstader an der kommenden Gemeindeversammlung vom 24. November ab. «Bei grösseren Ereignissen kommen die Feuerwehren von Stansstad oder Stans zu Hilfe. Das funktioniert gut.» Die Gemeinde Ennetbürgen würde sich mit 150'000 Franken daran beteiligen. Dies, weil ein Teil des Obbürger Feuerwehr-Einzugsgebiets im Bürgenstock-Gebiet auf Ennetbürger Gemeindegebiet liegt.

Bootshafen soll ausgelagert werden

Der Stansstader Bootshafen.

Der Stansstader Bootshafen.

Bild: Urs Hanhart
(6. November 2020)

Abgestimmt wird auch über ein neues Bootshafenreglement im Zusammenhang mit der Sanierung des Bootshafens. Ab nächstem Jahr soll nicht mehr die Gemeinde Besitzerin des Hafens sein, sondern eine öffentlich-rechtliche Anstalt, welche für den Betrieb und die Verwaltung des Hafens zuständig ist, inklusive Baus und Unterhalts aller zum Hafen gehörenden Anlagen und der Vermietung der Hafenstandplätze. Im drei- bis fünfköpfigen Verwaltungsrat sollen mindestens zwei Gemeinderäte und ein Standplatzmieter vertreten sein. Der Geschäftsführer des Hafens wird an den Sitzungen des Verwaltungsrates mit beratender Stimme teilnehmen, jedoch ohne Stimmrecht. Gemeindepräsident Beat Plüss streicht vor allem zwei Vorteile des neuen Reglementes hervor: «Der Bootshafenbetrieb läuft auf eigene Rechnung. Und die Entscheidungswege sind kürzer. Es muss nicht mehr die Gemeindeversammlung gefragt werden für Investitionen.»

Alle drei Körperschaften prognostizieren Verluste

Auch übers Budget wird abgestimmt. Für nächstes Jahr rechnet der Gemeinderat mit einem Minus in der Rechnung von 670'000 Franken, dies bei einem Aufwand von 10,76 Millionen Franken. Investitionen sind für 10,48 Millionen Franken vorgesehen, davon eine Tranche von 6 Millionen für den Neubau des Werkhof-und Feuerwehrlokals. Der Steuerfuss soll bei 0,74 Einheiten belassen werden.

Von einem Minus geht auch der Schulrat aus. Er budgetiert für 2021 bei einem Aufwand von 8,50 Millionen einen Fehlbetrag von gut 474'000 Franken. Investiert wird voraussichtlich für 1,16 Millionen Franken. Ein grosser Brocken ist die Planung der Totalsanierung und Erweiterung der Schulräume in Stansstad für 1,3 Millionen. Für die Investitionsrechnung 2021 werden dafür 750'000 Franken benötigt. Der Steuerfuss soll bei 1,03 Einheiten bleiben.

Der Kirchenrat budgetiert bei einem Gesamtaufwand von 1,08 Millionen Franken in der Erfolgsrechnung 2021 einen Fehlbetrag von 145'700 Franken. Investitionen sind keine vorgesehen. Der Kirchenrat schlägt vor, den Steuersatz von 0,35 Einheiten zu behalten.

Hinweis
Gemeindeversammlung Stansstad:
Dienstag, 24. November, 20 Uhr, Gemeindesaal,
Kehrsitenstrasse 24, Stansstad.
Kirchgemeindeversammlung: Sonntag, 22. November 2020, 11.30 Uhr, im ökumenischen Kirchgemeindehaus.
Die Botschaft zu allen Versammlungen finden Sie hier.