OBERDORF: 80 Deltaflieger kreisen über Nidwalden

Deltapiloten aus der Schweiz und dem Ausland messen sich an diesem Wochenende in der Zentralschweiz. Es ist die grösste Meisterschaft, die je durchgeführt wurde.

Merken
Drucken
Teilen
Luftaufnahme eines Teilnehmers an der Delta Schweizermeisterschaft in Stans Oberdorf. (Bild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Luftaufnahme eines Teilnehmers an der Delta Schweizermeisterschaft in Stans Oberdorf. (Bild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Was für ein Anblick: Auf dem noch teilweise mit Schnee bedeckten Haldigrat auf 1937 Metern über Meer reihen sich 80 Deltasegler am Hang rund um die Bergstation. Es ist Donnerstag und der erste von fünf Renntagen der Internationalen Delta-Schweizer Meisterschaft.

Einige Piloten richten ihre Geräte für den Flug her, andere blicken ins Tal und geben sich gegenseitig Tipps. Martin Moser (41) vom Deltaclub Stans erklärt Christian Zehetmair (31) aus Bayern die Schwierigkeiten des Geländes. «Auf praktisch jede Alp in dieser Region führt ein kleiner Lift. Du musst auf die vielen Drahtseile Acht geben», rät der in Bettwil AG wohnhafte Schweizer dem Deutschen.

«Die Gegner immer im Auge behalten»
Martin von Holzen (38), Präsident des Delta Club Stans, ist einer von elf Zentralschweizern, die am Start sind. Er hat somit ein Heimspiel. «Das kann ein Vorteil sein, muss aber nicht. Man soll immer auch die Gegner im Auge behalten und sich achten, wo die Thermik ist», sagt er. Von Holzen rechnet mit einer Flugzeit von drei Stunden.

Um 12.30 Uhr schiessen die ersten Piloten den Berg hinunter. Zwei, drei Schritte Anlauf, dann heben sie ab und werden sofort von der Luft am Hang hochgetragen.

130 Kilometer Flugdistanz bis zum Ziel
13.25 Uhr: Nun sind fast alle Piloten in der Luft. «Es uhuere Bild. 80 Deltas kreisen über dem Haldigrat auf 2500 Metern Höhe, so eine grosse Schweizer Meisterschaft hat es noch nie gegeben», sagt der begeisterte Rennleiter zu Sicherheitschef Paul Starkl. Die beiden Männer beobachten die Szene genau.

In ein paar Minuten, exakt um 13.30 Uhr, wird das Rennen freigegeben. Dann wird eine Gruppe in Richtung Brienzer Rothorn ausscheren, Kurs zum Klausenpass nehmen und schliesslich zurück nach Oberdorf fliegen, wo sie beim Schützenhaus landen.

130 Kilometer werden sie nach dem Rennen zurückgelegt haben. Gewonnen hat dann jener Pilot, der die Strecke am schnellsten zurück gelegt hat.

Roger Rüegger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.