OBERDORF: «Am liebsten habe ich, wenns stürmt»

Wetterfreak Stefano Moro hat in seiner Wohnung eine Messstation eingerichtet. Doch auch er kann sich in der Vorhersage irren.

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Hat eine eigene Wetterstation bei sich zu Hause: Stefano Moro. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Hat eine eigene Wetterstation bei sich zu Hause: Stefano Moro. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

«Was macht das Wetter heute?» Diese Fragen stellen sich wohl viele Leute, wenn sie morgens aufstehen. Und wem ist es noch nie passiert, dass er morgens ohne Schirm aus dem Haus ging, überzeugt davon, dass das Wetter bis am Abend hält und vom Regen überrascht wurde? Für Stefano Moro wäre dies eine Katastrophe: «Ich muss am Morgen wissen, wie warm es ist, wie sich das Wetter im Verlaufe des Tages entwickelt, ob der Föhn hält oder das Wetter am Nachmittag umschlägt.» Der 35-jährige Speditionsangestellte wohnt in einer schmucken Wohnung in Oberdorf bei Stans. Eine Katze begrüsst einen am Eingang. Funkerdiplome hängen an der Wand.

Wetterprognosen selber machen
Moro, der es am liebsten hat, «wenns stürmt bei Windstärken zwischen fünf und sieben auf der Beaufortskala», erzählt. Er sei früher begeisterter Amateurfunker gewesen und dort das erste Mal mit dem Wetter in Kontakt gekommen. «Funken ist sehr wetterabhängig». Und so begann das Abenteuer Hobby-Meteorologie. Mit Stefano Moro übers Thema Wetter reden ist alles andere als simpler Small Talk. Er erzählt von seiner High-Tech-Wetterstation. Sensoren auf seinem Balkon messen Windstärke, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Niederschlag und übermitteln sie dem Computer in der «Schaltzentrale» in seiner Wohnung. Die Konsultation der Wetterdaten ist fester Bestandteil in seinem Tagesablauf. «Nach dem Aufstehen werfe ich als Erstes einen Blick auf den Bildschirm meiner Wetterstation.» Natürlich dürfe auch die Konsultation der Statistik nicht fehlen: Wie warm war es heute vor einem Jahr? War der Himmel damals auch bewölkt?

Wetterstation stösst auf Interesse
Dank Internet sind die Daten seit bald vier Jahren allen zugänglich: «Alle zehn Minuten übermittelt der Computer die Daten verschiedenen Online-Wetterstationen», erzählt Stefano Moro stolz. Er ist damit einer von immer zahlreicheren privaten Wetterbeobachtern, welche die Wetterdaten ins Netz stellen. So kann jedermann im Internet (zum Beispiel unter www.wetterpage24.de ) nachschauen, wie warm es beispielsweise jetzt gerade in Oberdorf ist. Zudem sind seine Wetterdaten auch auf seiner eigenen Homepage aufgeschaltet (siehe www.wetterstation-stans.ch ).

Matthias Piazza

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.