OBERDORF: Der Ökostrom fliesst noch spärlich

Sie sollte Strom für 1500 Einfamilienhäuser liefern. Doch noch immer leidet die Holzverstromungsanlage unter Kinderkrankheiten.

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Die Holzverstromungsanlage in Stans-Oberdorf. (Bild Kurt Liembd/Neue NZ)

Die Holzverstromungsanlage in Stans-Oberdorf. (Bild Kurt Liembd/Neue NZ)

Die Idee hat visionären Charakter: Ein Kraftwerk erzeugt mit der Verbrennung von Holz Strom und Wärme für ganze Quartiere. Für rund 16 Millionen Franken baute die Genossenkorporation Stans in Oberdorf vor drei Jahren eine sogenannte Holzverstromungsanlage. Bei Vollbetrieb könnte die Anlage 1,3 Megawatt Strom liefern und 1500 Einfamilienhäuser versorgen. Mit der Abwärme könnten 700 Einfamilienhäuser beheizt werden.

Doch die Realität sieht noch anders aus. Im Herbst 2008 traten etwa erste Störungen beim Vergaser auf. «Damit muss man bei Pilotprojekten eben rechnen. Schliesslich ist unsere Anlage schweizweit die einzige ihrer Art und kein Produkt ab Stange», erläutert Urs Gut von der Genossenkorporation Stans.

Schon mehr als einmal lösten Verpuffungen mit Rauchentwicklung Brandalarm aus. Probleme verursachte manchmal auch der Rohstoff: Das Holz war zu feucht oder hatte Nägel. Von Anfang an problemlos funktionierte aber die Beheizung. Die Wärme wird in das Fernwärmenetz eingespiesen und versorgt Grossverbraucher wie die Pilatus Flugzeugwerke.


Matthias Piazza


Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.