OBERDORF: Die Schiessanlage Hostetten ist saniert

Die Schützengesellschaft Büren-Oberdorf hat den natürlichen Kugelfang der 300m-Schiessanlage Hostetten sanieren und anschliessend ein künstliches Kugelfangsystem installieren lassen.

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Über Jahrzehnte haben Erdwälle die Schüsse bei Schiessanlagen aufgefangen. Diese natürlichen Kugelfänge sind deshalb stark mit Schadstoffen wie Blei und Antimon belastet. Verbleiben Projektile über längere Zeit im Boden, drohen die Schadstoffe in Oberflächengewässer und ins Grundwasser zu gelangen.

Um dieser Gefährdung vorzubeugen, wurden die Schützengesellschaften im Kanton Nidwalden 2006 über die Belastungssituation der natürlichen Kugelfänge informiert, und es wurde darauf hingewiesen, dass sich der Bund bis zu einer bestimmten Frist an den Sanierungskosten beteiligt. Wie die Staatskanzlei Nidwalden mitteilt, hat die Schützengesellschaft Büren-Oberdorf die 300m-Schiessanlage Hostetten im ersten Halbjahr 2008 sanieren lassen.

Kugelfangkästen ermöglichen das Sammeln der Projektile
Rund 184 Tonnen hoch belastetes Material wurden in einer Bodenwaschanlage und 344 Tonnen mittel und schwach belastetes Material in Deponien entsorgt. Um den Schiessbetrieb weiterhin aufrecht halten zu können, hat die Schützengesellschaft auf eigene Kosten Kugelfangkästen installieren lassen: Die Projektile gelangen durch eine elastische Frontplatte zu einer massiven Platte innerhalb des Kugelfangkastens. Dort werden die Projektile gesammelt und können später entsorgt werden.

Die Kosten für die Sanierung der Schiessanlage Hostetten belaufen sich laut Mitteilung auf rund 208'000 Franken. Der Bund übernimmt 40 Prozent des Gesamtbetrages. Die Schützengesellschaft Büren-Oberdorf leistet einen Beitrag von 25'000 Franken an die Massnahmekosten. Die durch die Gemeinde Oberdorf zu tragenden Ausfallkosten betragen rund 100'000 Franken. Der Kanton übernimmt 50 Prozent dieser Ausfallkosten.

ana