OBERDORF: Einzonung wird klar abgeschmettert

Abfuhr für den Gemeinderat: Die Einzonung des Gebietes Grosstableten wurde massiv verworfen.

Kurt Liembd
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Dieses Landstück im Gebiet Grosstableten hätte 
eingezont werden sollen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Dieses Landstück im Gebiet Grosstableten hätte eingezont werden sollen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

 Im Zentrum der ausserordentlichen Gemeindeversammlung am Mittwochabend stand die Einzonung des Gebietes Grosstableten, eine 7230 Quadratmeter grosse Wiese. Der Oberdorfer Gemeinderat beantragte, diese von der Landwirtschafts- in die dreigeschossige Wohn- und Dorfzone umzuteilen.

«Mit dieser Einzonung könnten rund 40 neue Wohnungen gebaut werden, davon 15 Alterswohnungen», sagte Gemeinderat Walter Ammann. Zudem könnte ein Verkaufsgeschäft mit Produkten des täglichen Bedarfs entstehen. Weiter war geplant, einen neuen Fuss- und Veloweg zwischen Wilstrasse und Schulhausstrasse zu schaffen. Doch davon wollte der Grossteil der Stimmbürger nichts wissen. Nicht weniger als 17 Anwesende traten ans Rednerpult, der grössere Teil davon sprach sich gegen die Vorlage aus.

In der Abstimmung sagten nur 72 der total 272 Stimmberechtigen Ja zur Einzonung, worauf Gemeindepräsidentin Karin Kayser erklärte, somit sei der Antrag abgelehnt. Wie viele Leute dagegen waren, weiss man nicht. Über den Verwerfungsantrag gab es keine Abstimmung. Es dürfte aber, gemessen am Applaus der Nein-Redner, eine klare Mehrheit sein. Auch abgelehnt wurde der Antrag, die Ausnützungsziffer im Bau- und Zonenreglement zu erhöhen.