OBERDORF: Erster Sprung ins neue Bad naht

Das Hallenbad ist in den vergangenen Monaten für 1,7 Millionen Franken saniert worden. Ein wichtiges Thema war die Sicherheit. Eine Neuerung steht auch auf dem Dach der Schulanlage.

Oliver Mattmann
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Das Schwimmbecken wird fertiggestellt. (Bild: PD (Nidwaldner Zeitung))

Das Schwimmbecken wird fertiggestellt. (Bild: PD (Nidwaldner Zeitung))

Oliver Mattmann

oliver.mattmann@nidwaldnerzeitung.ch

Gegen ein wenig Sonne hat selten jemand etwas einzuwenden. Erst recht nicht beim Schulrat Oberdorf. Denn inzwischen ist das Dach über Turnhalle und Aula nicht mehr bloss eine karge Landschaft, sondern darauf steht eine Fotovoltaikanlage mit einer Fläche von rund 700 Quadratmetern. Nach einer Bauzeit von rund zwei Monaten produziert sie seit Anfang August Strom. Die Gemeindeversammlung hatte dafür im Mai 2016 einen Kredit von 145 000 Franken bewilligt.

Schulrat Beda Zurkirch freut sich über das «gelungene Werk». Die Anlage bringt es auf rund 100 000 Kilowattstunden. «Das entspricht dem Bedarf von rund 15 Einfamilienhäusern», so Zurkirch, Ressortchef Liegenschaften. Er geht davon aus, dass die Schulgemeinde mit dem Solarstrom künftig rund einen Drittel des ganzen Bedarfs etwa für Schulzimmer, Küche, Abwartwohnung oder Verwaltungsräume abdecken kann. «Damit sparen wir jährlich eine beachtliche Summe ein.»

500 Schüler gehen hier in den Schwimmunterricht

Mit dem umweltfreundlichen Strom wird nun auch das Warmwasser im Schwimmbad aufbereitet. Das Bad selbst ist in den vergangenen Monaten ebenfalls eine Baustelle gewesen. So sind für 1,7 Millionen Franken die veralteten technischen Installationen auf den neusten Stand gebracht worden. Der erhöhte Beckenrand ist weg, man läuft nun bodeneben ins Becken. «Damit kann das Verletzungsrisiko bei einem Sturz reduziert werden», ist Beda Zurkirch überzeugt. In die Kategorie «Sicherheit» gehören auch der neue, rutschfestere Boden, die bessere Beleuchtung und neue Einstiegshilfen. Zudem ist auch der Garderobenbereich inklusive Duschen saniert worden, und das rund 17 auf 10 Meter grosse Becken ist nun eine Chromstahlwanne.

Ein technischer Fortschritt ist auch das vergrösserte Ausgleichsbecken. So muss eine geringere Wassermenge abgelassen werden als früher, wenn zwischenzeitlich der Pegel für den Schwimmunterricht von Kindergärtlern abgesenkt wird. Total lernen in Oberdorf rund 350 Schüler das ABC des Schwimmens, hinzu kommen rund 150 Schüler aus anderen Nidwaldner Gemeinden, die über kein Hallenbad verfügen. Für sie heisst es gegenwärtig aber weiterhin: Turnschuhe schnüren statt Badehosen anzuziehen. Zwar ist das Becken inzwischen wieder mit Wasser gefüllt, doch laufen im Hintergrund noch betriebstechnische Tests. Beda Zurkirch rechnet damit, dass die Schüler nach den Herbstferien Mitte Oktober das Bad wieder in Beschlag nehmen können. Und auch Kursangebote kehren ab dann zurück, denn zwei Mal die Woche ist das Bad abends für die Öffentlichkeit zugänglich. Laut Beda Zurkirch sind die Bauarbeiten, die in den Osterferien starteten, reibungslos verlaufen.

Ende Monat wird das neue Bad eingeweiht

Am 28. Oktober sind die Oberdörfler zur Einweihungsfeier eingeladen, die auch ein Zeichen des Dankes sein soll. «Es ist schön zu wissen, dass die Bevölkerung hinter dem Schwimmbad steht», sagt Zurkirch in Anlehnung an den bewilligten Sanierungskredit.

Hinweis

Einweihungsfeier Schwimmbad: Samstag, 28. Oktober, 10.30 bis 12.30 Uhr, anschliessend Apéro.

Auf dem Dach befindet sich die neue Solaranlage. (Bild: PD (Nidwaldner Zeitung))

Auf dem Dach befindet sich die neue Solaranlage. (Bild: PD (Nidwaldner Zeitung))