OBERDORF: EWN ist zufrieden trotz tieferem Betriebsergebnis

Das Kantonale Elektrizitätswerk Nidwalden (EWN) konnte den gesamten Energieabsatz im 2012 gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent steigern. Trotzdem ist das Unternehmensergebnis um rund zwei Prozent tiefer als im Vorjahr.

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Im Zusammenhang mit dem Wasserkraftwerk am Buoholzbach hatte das EWN im 2009 den Bach grün eingefärbt. (Bild: Wäli Kammermann)

Im Zusammenhang mit dem Wasserkraftwerk am Buoholzbach hatte das EWN im 2009 den Bach grün eingefärbt. (Bild: Wäli Kammermann)

Das tiefere Betriebsergebnis lasse sich vor allem auf die Reduktion der Nutzungspreise und die höheren Energiebeschaffungskosten zurückführen, informiert das Elektrizitätswerk Nidwalden. Das Unternehmensergebnis beträgt 10'534 Millionen Franken. Das EWN konnte im 2012 55,2 Prozent des Nidwaldner Energieverbrauchs an Elektirzität mit einheimischer Energie decken. Diese wird in den Nidwaldner Wasserkraftwerken produziert.

Abhängigkeit von Kernenergie

Die Energiebilanz des EWN weist eine deutliche Abhängigkeit von Kernenergie auf. 52 Prozent der im 2012 verkauften Energie stammten aus Kernkraftwerken. Im Winter betrug der Kernenergieanteil 75, im Sommer 29 Prozent. Die Anteile stammen aus den Kernkraftwerken Gösgen und Leibstadt, sowie aus der Ergänzungsenergie des Austauschpanrtners CKW.

Neue Naturstromlinie

Das EWN hat im 2012 eine neue Naturstromlinie mit drei Naturstromprodukten eingeführt. 1005 EWN-Kunden entschlossen sich dazu, ihren gesamten Stromverbrauch durch den Wasser- oder Naturstrom abzudecken. Gesamthaft wurden 4,860 Millionen Kilowattstunden erneuerbare Nidwaldner Energie bestellt. Das EWN baut mit dem Kraftwerk Buoholzbach derzeit ein neues Wasserkraftwerk. Die Anlage soll pro Jahr 7,9 Millionen Kilowattstunden produzieren können und im Frühjahr 2013 fertiggestellt sein.

pd/spe