Oberdorf hat den Geburtstag der Schweiz einmal anders gefeiert

Unter dem Motto «Sommerparty» lud die Gemeinde am 31. Juli zur Bundesfeier – und die Partygäste kamen in grosser Schar.

Irene Infanger
Drucken
Teilen
Die Nidwaldner Meitli sorgten am frühen Abend für den musikalischen Rahmen an der Bundesfeier. (Bilder: Irene Infanger (Oberdorf, 31. Juli 2019))

Die Nidwaldner Meitli sorgten am frühen Abend für den musikalischen Rahmen an der Bundesfeier. (Bilder: Irene Infanger (Oberdorf, 31. Juli 2019))

Im Gegensatz zu früheren Jahren stand heuer an der Bundesfeier der Gemeinde Oberdorf nicht die Festrede im Mittelpunkt, sondern vielmehr die Feier an und für sich. Passend zum Geburtstag der Schweiz luden die Verantwortlichen am Mittwochabend zur Sommerparty auf den Landsgemeindeplatz in Oberdorf ein.

Die Festbänke füllten sich rasch, sodass später weitere Tische organisiert werden mussten. Gemeinderat Roland Liem (im schwarzen Hemd) unterhielt sich mit den Gästen.

Die Festbänke füllten sich rasch, sodass später weitere Tische organisiert werden mussten. Gemeinderat Roland Liem (im schwarzen Hemd) unterhielt sich mit den Gästen.

Dem Motto getreu wurden neben herkömmlichen Getränken auch Sommerdrinks wie etwa Caipirinhas serviert, leckerer Gaumenschmaus von salzig bis süss angeboten und zur späteren Stunde sorgte DJ Muiri für Partylaune auf der Tanzfläche. «Wir wollten für einmal etwas anderes ausprobieren und entschieden uns, heuer eine Sommerparty zu organisieren», erklärte Gemeinderat Roland Liem.

Sogar New Yorker verschlug es an die Party

Für alle Wetterbedingungen gewappnet wurde auf dem Landsgemeindeplatz ein grosses Zelt gestellt und mit rund 500 Sitzplätzen, Bühne, Bar und Essensständen ausgestattet. Zur frühen Abendstunde musizierten die Nidwaldner Meitli aus Büren, während die zahlreich erschienenen Partygäste ihren Hunger stillten. Neben bewährten Grilladen servierte die noch junge Unternehmung 5P-Streetfood aus Büren frisch gemachte Pastagerichte.

Die Freundinnen Jessica (rechts) und Emma aus Oberdorf hatten ihren Spass beim Nagelspiel.

Die Freundinnen Jessica (rechts) und Emma aus Oberdorf hatten ihren Spass beim Nagelspiel.

Kurz vor 20 Uhr mussten gar weitere Tische und Bänke organisiert werden, damit alle Partygäste einen Sitzplatz fanden. Die Einladung der Gemeinde zur diesjährigen Bundesfeier stiess auf grosses Echo. Gemeindepräsidentin Judith Odermatt war bemüht, alle Bewohner persönlich zu begrüssen und freute sich über den grossen Aufmarsch. «Die Idee hinter der Bundesfeier ist es, Bewohner aus allen drei Ortsteilen zusammenzubringen. Ich glaube, das ist uns heuer gelungen», bemerkte die Gemeindepräsidentin. Am Rande erwähnte sie, dass es sogar Touristen aus New York an die Bundesfeier verschlagen hatte, welche auf die Party aufmerksam geworden waren und sich sogleich vor Ort verköstigten.

Pasta-Spezialitäten gab es von 5P-Streetfood aus Büren .

Pasta-Spezialitäten gab es von 5P-Streetfood aus Büren .

Judith Odermatt oblag es schliesslich, einige Worte an die versammelte Gemeinschaft zu richten. Sie blickte dabei traditionsgemäss auf die Vergangenheit der Schweiz und die Errungenschaften aus der Gründungszeit, «die die Schweiz zu dem gemacht haben, was sie heute ist», so Odermatt. Gleichzeitig mahnte sie, die Errungenschaften nicht als selbstverständlich zu nehmen und sich der Privilegien bewusst zu sein.

Die Unternehmung Schweiz in die Zukunft führen

Mit dem Zitat von Albert Einstein «Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben» spannte die Gemeindepräsidentin den Bogen auf die Zukunft. Sie beschrieb dabei die Schweiz als ein grosses Unternehmen mit 26 unterschiedlichen Filialen, für das eine regelmässige Standortbestimmung mit entsprechenden Anpassungen zwingend sei. «Bleiben wir dran», forderte Odermatt deshalb ihre Mitbürger im Schlusswort auf.