OBERDORF: Holzkraftwerk läuft auf vollen Touren

Jetzt produziert das Holzkraftwerk Nidwalden nicht nur Wärme, sondern auch Strom. Verwendung findet hauptsächlich Altholz, das sehr sauber vergast wird.

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Betriebsleiter Franz Hurschler zeigt bei einem Rundgang das Holzstromwerk. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Betriebsleiter Franz Hurschler zeigt bei einem Rundgang das Holzstromwerk. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Seit wenigen Tagen wird in Oberdorf aus Holz Strom gewonnen, mit dem 1500 Einfamilienhäuser versorgt werden könnten. Der Betrieb der Holzverstromungsanlage Nidwalden ist somit vollständig aufgenommen worden, nachdem das Holzkraftwerk seit September 2007 bereits Wärme liefert, mit der sich über ein Verbundnetz 700 Einfamilienhäuser beheizen liessen. In physikalischen Massangaben: Bei Vollbetrieb liefert die Anlage 1,3 Megawatt Strom und 5,3 Megawatt Wärme. Hinter der Anlage verbirgt sich eine technische Pionierleistung: «Unsere Holzverstromungsanlage ist wohl die grösste in Europa», vermutet Maschineningenieur und technischer Projektleiter Alois Amstutz. Zusammen mit Marco Trüssel hat er die Idee dazu angestossen.

Schwarze Zahlen erwartet
Gebaut worden ist das 16 Millionen Franken teure Holzkraftwerk von der Genossenkorporation Stans. «Die produzierte Wärme haben wir mindestens bereits zu zwei Drittel verkauft», sagt Genossenschreiber Werner Flury. Weitere Bauvorhaben in der Umgebung der Anlage stimmen ihn zuversichtlich, dass auch der restliche Teil der Wärme bald abgesetzt werden kann. Der produzierte Strom wird vollumfänglich vom Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) übernommen. In der anfänglichen Planungsphase hat sich das Elektrizitätswerk Nidwalden (EWN) noch für den Holzstrom interessiert. Mit der Begründung jedoch, diese Anlage erzeuge in der Region schlecht absetzbaren Ökostrom, ging das EWN im Oktober 2005 zum Projekt auf Distanz.

Urs Rüttimann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Nidwaldner Zeitung.