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OBERDORF: Katzenelend bleibt ein Problem

Auch im Kanton Nidwalden leiden viele wild lebende Katzen. Der Tierschutzverein Nidwalden kämpft auch dieses Jahr mit Geld und viel Engagement gegen das Katzenelend an.
Richard Greuter
Erika Walther (links), Präsidentin des Tierschutzvereins Nidwalden, mit den neuen Vorstandsmitgliedern Uschi Müller und Andy Waldner. (Bild: Richard Greuter (Oberdorf, 29. April 2017))

Erika Walther (links), Präsidentin des Tierschutzvereins Nidwalden, mit den neuen Vorstandsmitgliedern Uschi Müller und Andy Waldner. (Bild: Richard Greuter (Oberdorf, 29. April 2017))

Richard Greuter

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

«Wenn Tiere in Not sind, können sie nicht auf ein Wunder hoffen.» Dies steht auf dem Umschlag des Jahresberichtes vom Tierschutzverein Nidwalden. Dazu ein Bild einer rotfarbenen Hauskatze, die keck hinter einer Ecke hervorschaut. Eine Katze, der es ohne jeden Zweifel gut geht, die einen gesunden und verspielten Eindruck hinterlässt. So gut wie dieser Katze geht es allerdings längst nicht allen. Wie an der Generalversammlung im Restaurant Eintracht in Oberdorf zu erfahren war, ist auch Nidwalden vom Katzenelend betroffen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 152 Katzen kastriert, 77 von Bauernhöfen. Laut Koordinatorin Susanne Schmid werden die Katzen jeweils eingefangen, gesundheitlich untersucht und von Fachleuten kastriert. Danach erhalten sie Futter und werden in ihrem Gebiet wieder freigelassen.

Für 17 Katzen kam jede Hilfe zu spät. Um ihnen einen qualvollen Tod zu ersparen, wurden sie eingeschläfert. Von einem besonders krassen Fall berichtete Präsidentin Erika Walther: «Dieser Katze war ein Teil des Gesichtes bereits abgefault.» Die Präsidentin bittet die Bevölkerung: «Wenn ihr so etwas seht, meldet es uns bitte.» Die Katzenproblematik geht weiter: In diesem Jahr wurden wiederum bereits 53 Katzen kastriert, und im Herbst ist eine grössere Aktion geplant. Der Tierschutzverein Nidwalden unterstützt die von NetAp, einer internationalen Tierschutzorganisation, lancierte Petition, die eine Kastrationspflicht wie in anderen Ländern für frei laufende Katzen verlangt.

Dass es wild lebende Katzen auch gut haben können, schreibt Vizepräsidentin Jacqueline Dehmel: Zisi, eine wild lebende Schrebergartenkatze, die kastriert wurde, führt ein gutes Leben. Ihr wurden vom Tierschutzverein Schlafplätzchen eingerichtet, und von Spaziergängern bekommt Zisi Futter.

In schlimmen Fällen wird Veterinäramt eingeschaltet

Der Tierschutzverein behandelte im vergangenen Jahr 55 Tierschutzfälle. Der Löwenanteil betrifft Hunde und Katzen, aber auch Kühe, Pferde, Schafe und Hasen. Die meisten Fälle werden den Tierschützern von Passanten gemeldet. Zwei davon wurden dem Veterinäramt weitergeleitet. Wie das Veterinäramt die Fälle behandelt, vernimmt der Verein aus Datenschutzgründen nicht.

Ein Fall, bei dem ein Hund an einer kurzen Schleppleine angebunden war und sich auch da versäuberte, verlief ergebnislos. Der Besitzer konnte glaubhaft machen, dass der Hund eine Operation hinter sich hatte und nur wenig Bewegung erlaubt sei. «Für die Sauerei ums Haus sind wir nicht zuständig», schreibt Erika Walther in ihrem Bericht.

Ein grosses Lob für sein Engagement erhielt der Tierschutzverein von Regierungsrätin Karin Kayser, die an das Thema des erwähnten Hundes anknüpfte. «Es ist gut, dass ihr genau hinschaut», meinte sie zum erwähnten Fall. «Auch wenn wir eine Pflicht haben, artgerecht zu halten, wird das nicht immer umgesetzt.»

Zwei neue Mitglieder in den Vorstand gewählt

Insgesamt hat der Tierschutzverein Nidwalden rund 160 Mitglieder. Seit vergangenem Jahr sind auch Mitgliedschaften von Ehepaaren und Institutionen möglich. Die Versammlung wählte Uschi Müller und Andy Waldner als Tierschutzbeauftragte in den Vorstand. Dank einem Legat von 40000 Franken schloss die Rechnung von Marina Wolfisberg mit einem Plus von etwas mehr als 37000 Franken ab. Für das laufende Jahr sind Mehrausgaben von 23000 Franken vorgesehen. Das Geld wird für die Bekämpfung des Katzenelendes in Nidwalden und die Förderung des Tierwohles eingesetzt.

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