OBERDORF: Komplimente für Nidwaldner Vieh

Mit Wetterglück präsentierten die Nidwaldner Kleinviehzüchter am Sonntag eine beeindruckende Ausstellung.

Paul Küchler
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Gewinner im Betriebscup: Theres und Noldi Amstutz (links im Bild) mit ihren Toggenburger Ziegen und die Gämsfarbigen Gebirgsziegen von Alois Christen. (Bild: Paul Küchler (Oberdorf, 1. Oktober 2017))

Gewinner im Betriebscup: Theres und Noldi Amstutz (links im Bild) mit ihren Toggenburger Ziegen und die Gämsfarbigen Gebirgsziegen von Alois Christen. (Bild: Paul Küchler (Oberdorf, 1. Oktober 2017))

Paul Küchler

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

Vier auswärtige Experten hatten am vergangenen Sonntag an der kantonalen Kleinviehschau in Wil-Oberdorf 170 Ziegen und 123 Schafe verschiedener Rassen zu beurteilen. Dabei gab es für die Ausstellungstiere viele Komplimente. Manchmal sei es schwierig, Vergleiche anzustellen, sagte der Berner ­Ziegenexperte Hans Ramseier. «Man muss hier sogar Haare spalten.» Die Auffuhrzahl war gesamthaft um 35 Tiere grösser als im letzten Jahr. Bei den Schafen gehörten die meisten Tiere zur Rasse des Weissen Alpenschafes. Bei den Ziegen war die Toggenburger-Rasse mit 65 Tieren am stärksten vertreten, gefolgt von den Gämsfarbigen Gebirgsziegen mit 39 Tieren. Die Ausstellung wurde auch dieses Jahr von zahlreichen Kleinviehzüchtern aus andern Kantonen und von Familien mit Kindern besucht.

Zum Jubiläum eine Sonderschau

Die Schafzuchtgenossenschaft Nidwalden feiert dieses Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Zum Jubiläum waren an der diesjährigen Kleinviehausstellung zusätzlich in einer Sonderschau acht verschiedene und für die meisten Zuschauer ganz unbekannte Schafrassen zu sehen. Die Eigentümer der Schafe, Martin und Tanja Scheuber aus Stansstad, hatten auf Tafeln die Herkunft der verschiedenen Rassen sowie deren Merkmale und Besonderheiten beschrieben. Auf die Frage, warum er diese unterschiedlichen Rassen halte, antwortete Martin Scheuber ganz einfach: «Aus Freude an diesen Tieren.»

Die Mister- und Misswahlen bei den Schafen und Ziegen so- wie der Schöneuter-Wettbewerb wurden von den zahlreichen ­Zuschauern mit viel Interesse verfolgt. Den spannenden Abschluss dieser Vorführungen bildete die Ausmittlung im Betriebscup, bei welchem die Aussteller in einer Gruppe drei Tiere zu­sammenstellen konnten. Bei der ­Toggenburger-Rasse gewannen Theres und Noldi Amstutz aus Wiesenberg, und bei den Gämsfarbigen Gebirgsziegen wurde Alois Christen junior aus Grafenort zum Sieger erkoren.

Das OK ist zufrieden mit den Besucherzahlen

Karl Scheuber, OK-Präsident der kantonalen Kleinviehschau, freute sich, dass er unter den Ausstellungsbesuchern auch mehrere Gäste begrüssen konnte. Zum Abschluss der Ausstellung stellte er fest: «Ich bin mit dem Verlauf sehr zufrieden. Vor allem auch bin ich froh, dass das Wetter mitspielte und wir damit viele Besucher hatten.» Alles habe tipp­­-topp funktioniert. Schausekretär Klaus Waser, Platzchef Jost Christen und die vielen Mithelferinnen und Mithelfer leisteten wieder ­einen Grosseinsatz. Zum guten Gelingen des Anlasses trug nicht zuletzt auch die von der Schafzuchtgenossenschaft Nidwalden geführte Festwirtschaft bei.

<b>Die Ranglisten finden Sie hier.</b>

Kerry Hill war eine der acht seltenen Schafrassen an der Sonderschau.

Kerry Hill war eine der acht seltenen Schafrassen an der Sonderschau.