Oberdorf
Zur neuen Wertstoffsammelstelle soll sich auch der Werkdienst gesellen

Sechs Jahre nach dem Ja zum Planungskredit können die Oberdorfer über den Baukredit für die neue Wertstoffsammelstelle mit Werkdienst-Stützpunkt abstimmen.

Matthias Piazza
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So soll die neue Wertstoffsammelstelle mit Werkdienst aussehen.

So soll die neue Wertstoffsammelstelle mit Werkdienst aussehen.

Visualisierung: PD

Eng, unpraktisch, nicht mehr zeitgemäss, gefährlich für zu- und wegfahrende Autos, Lastwagen und Fussgänger und nicht hindernisfrei: Die Wertstoffsammelstelle in Oberdorf beim Kreisel Wil ist dem Gemeinderat schon seit Jahren ein Dorn im Auge. Mit der Einführung der Sackgebühr 2014 und der vermehrten Sammlung von wiederverwertbaren Abfällen verschärfte sich das Problem noch.

Schon vor gut zehn Jahren machte sich der Gemeinderat auf die Suche nach einem geeigneteren Standort und fand ihn wenige hundert Meter weiter in Richtung Engelberg. Dort stellt die Genossenkorporation Stans eine 1198 Quadratmeter grosse Landfläche im Baurecht zur Verfügung. Im Mai 2015 genehmigten die Oberdorfer einen entsprechenden Planungskredit für eine neue Wertstoffsammelstelle. Dass die Oberdorfer erst sechs Jahre später über den eigentlichen Baukredit abstimmen können, begründet Gemeindepräsidentin Judith Odermatt mit den jahrelangen Verzögerungen des benachbarten kantonalen Projekts «Ersatzbau Süd».

Doch der Gemeinderat blieb nicht untätig. «In dieser Zeit wurde das Projekt Wertstoffsammelstelle weiterentwickelt», hält Odermatt fest. So ist im Baukredit über 1,145 Millionen Franken, über den die Oberdorfer an der Urne am 28. November abstimmen, nicht nur eine praktische, zeitgemässe und hindernisfreie Entsorgungsstelle enthalten.

«Aufgrund der Verzögerung können wir mit dem nun vorliegenden Projekt gleichzeitig die sehr engen Platzverhältnisse für unseren Werkdienst lösen, indem wir den
Werkdienst-Stützpunkt in die Wertstoffsammelstelle integrieren.»

So könne die Gemeinde damit gleich mehrere Probleme auf einen Schlag lösen. Mit der Zentralisierung von Gerätschaften, Lager und dem Gemeindefahrzeug würden die Wege verkürzt und die Arbeitsprozesse effizienter. «Die Integration des Werkdienst-Stützpunktes in die neue Wertstoffsammelstelle bringt den Vorteil mit sich», so die Gemeindepräsidentin, «dass dadurch gleichzeitig auch die Kontrolle der Wertstoffsammelstelle gewährleistet ist.» Dank Unterflurcontainern hielten sich die Lärmimmissionen in Grenzen. Grünflächen und die weitergeführte Baumallee entlang der Kantonsstrasse würden ein freundliches Erscheinungsbild ergeben.

Bisheriger Werkdienstraum soll zwischengenutzt werden

Die Wahl des Areals der ehemaligen «Grasdeeri» ist das Resultat einer Prüfung von mehreren Standorten. Der bisherige Werkdienstraum bei der Feuerwehr soll als Zwischennutzung für öffentliche Institutionen oder Vereine zur Verfügung gestellt werden. Die am 28. November zur Abstimmung gelangenden Baukosten von 1,145 Millionen Franken erachtet auch die Finanzkommission als gerechtfertigt, massvoll, zukunftsorientiert und nachhaltig. Das Projekt erfülle die vom Gemeinderat aufgezeigte Entwicklung in der Gemeinde, die Vorschriften in der Abfallwirtschaft sowie die geltenden Umweltschutzauflagen, schreibt die Finanzkommission in der Abstimmungsbotschaft an das Stimmvolk.

Hinweis: Die Projektunterlagen liegen im Gemeindehaus bis 26. November 2021 während der üblichen Bürozeiten öffentlich auf. Zudem wird der Gemeinderat an der Herbst-Gemeindeversammlung vom 17. November über das Projekt informieren.

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