Oberdorf soll ein Zentrum erhalten

Die Gemeinde will vom Kanton für 2,9 Millionen Franken ein 2600 Quadratmeter grosses Baufeld kaufen. Am 27. September können die Bürger von Oberdorf an der Urne die Weichen für die Zukunft stellen.

Sepp Odermatt
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Der Parkplatz hinter dem Landsgemeindeplatz in Oberdorf. Diese Parzelle will die Gemeinde erwerben.

Der Parkplatz hinter dem Landsgemeindeplatz in Oberdorf. Diese Parzelle will die Gemeinde erwerben.

Bild: Archivbild NZ

«Die Abstimmung ist wegweisend für die Gemeinde Oberdorf», betonte ein Bürger an der kürzlich abgehaltenen Informationsveranstaltung in der Aula Oberdorf. Und weiter: «Ich kann dem Gemeinderat nur gratulieren zu diesem Vorhaben.»

Rund 50 Interessierte liessen sich von den drei Gemeinderäten Claudio Clavadetscher, Roland Liem und David Schmid über das sogenannte Baufeld A informieren. Dabei ging es um die rund 2600 Quadratmeter grosse Fläche, die bei einem Ja der Stimmbürger für 2,9 Millionen Franken vom Kanton gekauft werden könnte. Zentrale Anliegen seien dabei die Langfristigkeit und das Mitspracherecht, betonten die Gemeinderäte. Oberdorf soll hier eine Begegnungszone mit einer attraktiven Nutzung für den Alltag erhalten. Es könnten etwa Wohn- und Geschäftshäuser mit Büros, Läden, Arztpraxis und Gemeindeverwaltung entstehen.

Partnerschaftliche Zusammenarbeit

Nach einer fünfjährigen und intensiven Vorbereitungsphase hat der Gemeinderat entschieden, den Weg zusammen mit der Firma Rietpark Immobilien AG zu gehen. Der ausgehandelte Vertrag sieht eine Baurechtsdauer von 70 Jahren vor. Ab Rechtskraft der Baubewilligung bekommt die Gemeinde einen jährlich indexierten Baurechtszins von 200'000 Franken. Ebenso wichtig aber ist es für den Gemeinderat, dass ein 50-prozentiges Mitspracherecht besteht. Dies ist bei der Auswahl des Siegerprojekts nach einem Architekturwettbewerb entscheidend.

Abstimmung über Landkauf und Vorvertrag

Judith Odermatt-Fallegger (FDP), Oberdorfs Gemeindepräsidentin.

Judith Odermatt-Fallegger (FDP), Oberdorfs Gemeindepräsidentin.

Bild: PD

In der anschliessenden Fragerunde wiesen einige Nachbarn des Landsgemeindeparkplatzes auf eine gut durchdachte Verkehrserschliessung hin. Einige Besucher äusserten sich sehr positiv zum Vorhaben, sodass Gemeindepräsidentin Judith Odermatt der Abstimmung zuversichtlich entgegenschauen darf. Allerdings forderte sie die Anwesenden auf:

«Es braucht zweimal ein Ja.
Das eine für den Landkauf und das andere für den Vorvertrag mit der Firma Rietpark Immobilien AG.»

Nur in diesem Fall werden die weiteren Schritte getätigt, sodass der vorgesehene Baustart Anfang 2023 erfolgen kann.

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