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Nidwalden: Gemeinde Oberdorf vergibt 19 Awards

Keiner der anwesenden Gäste in der voll besetzten Aula musste seinen Besuch bereuen. Unter anderen wurde Paul Wyrsch geehrt – für sein Lebenswerk.
Ruedi Wechsler
Gemeindepräsidentin Judith Odermatt überreicht Paul Wyrsch für sein Lebenswerk ein Präsent, hinten Moderator Sepp Odermatt. (Bilder: Ruedi Wechsler (Oberdorf, 26. Januar 2019))

Gemeindepräsidentin Judith Odermatt überreicht Paul Wyrsch für sein Lebenswerk ein Präsent, hinten Moderator Sepp Odermatt. (Bilder: Ruedi Wechsler (Oberdorf, 26. Januar 2019))

Komikerin und Schauspielerin Bruna Guerriero erntete für das weltbekannte Lied von Edith Piaf («Non, je ne regrette rien», zu Deutsch: Nein, ich bereue nichts), einen tosenden Applaus. Kein anderes Lied hätte besser zu dieser Preisverleihung in Oberdorf gepasst. Guerriero, genannt Nelly, und Sepp Odermatt führten durch das Abendprogramm am Samstag und sorgten für ausgelassene Stimmung.

In der Kategorie Jubilare gingen sechs Auszeichnungen an diverse Personen und Vereine: Für 25 Jahre im Turnverein wurden sieben Mitglieder ausgezeichnet, darunter die Gründungsmitglieder Oskar und Paul Christen. Walter Mathis übergibt nach 50 Jahren die Strassenräumung seinem Sohn Marcel. Nach 34 Jahren Feuerwehr gibt Edi Fischer seine Ausrüstung ab. Peter Murer, 38 Jahre Bachverantwortlicher, legt seinen Ordner in jüngere Hände. Zweimal im Jahr hat er alle Bäche bis hinauf zum Brisen kontrolliert und dabei Kleinholz geschnitten und Geschiebe entfernt. Einmal habe ihn ein erboster Bürger mit der Mistgabel bedroht, erinnert sich Murer. Gepusht wird die Jugendförderung in der JO-Renngruppe. Sie feiert den 50. Geburtstag. Gründungsmitglied Sepp Amstutz erzählte vom Kunstdünger, den sie früher für das Gummen-Rennen eingesetzt hätten. Im Frühling habe es dort auffällig satte und grüne Grasstreifen gehabt. Auf stattliche 175 Jahre Samariter schauen Walter Waser (68 Jahre), Christel Niederberger (55) und Martha Zurkirch (52 Jahre) zurück.

Lustig ging es zu und her mit Nelly (Bruna Guerriero) und den beiden Schwingern Marcel Mathis und Lutz Scheuber.

Lustig ging es zu und her mit Nelly (Bruna Guerriero) und den beiden Schwingern Marcel Mathis und Lutz Scheuber.

Das grosse Skitalent Delia Durrer wurde für die vielen Erfolge im vergangenen Jahr geehrt. Die 16-Jährige besucht die Sportmittelschule Engelberg und schätzt die Kombination Schule und Sport. Die Kleinkaliberschützen sind Stammgäste auf der Bühne und wurden für diverse Einzelerfolge ausgezeichnet. Für die Spitzenschwinger Marcel Mathis und Lutz Scheuber ist 2019 das Eidgenössische in Zug das Highlight und sie seien mit der Saisonvorbereitung im Fahrplan. Auf die Frage nach möglichem Rücktritt Ende Saison liessen sich beide nicht in die Karten schauen. Genauigkeit und Konzentration sind bei Adrian Banz gefordert. In der höchsten Kegel-Spielklasse erreichte er den 3. Rang. Hanspeter Krummenacher stand zuoberst auf dem Podest an den Hundesport-Schweizer-Meisterschaften. Nationale Klasse sind Marc und André Bösch im Bogenschiessen. 7000 Kilometer und unglaubliche 184 000 Höhenmeter legte Läuferin Jolanda Scheuber 2018 zurück.

Mit Preis für sein Lebenswerk überrascht

Am Morgartenschiessen trafen von 115 Gruppen nur zwei besser ins Schwarze als die Schützengesellschaft. Leichtathletin Mirjam Niederberger holte mehrere Spitzenplätze am Matterhorn-Berglauf Ultraks, in Lugano am Scenic Trail und gewann den Tegernseelauf. Die U23-Seilzieher Reto Barmettler und Silvan Niederberger konnten als Jugend-Schweizermeister 2018 gefeiert werden.

Snowboarderin Jessica Keiser ist europäische Spitzenklasse und startet nun auch im Weltcup. Mutter Monika nahm für sie den Preis als Sportlerin des Jahres in Empfang. Via Videobotschaft zeigte sich Jessica hoch erfreut und bedankte sich bei der Bevölkerung. Ihr sportliches Fernziel seien die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking. Der Preis fürs Lebenswerk ging an Paul Wyrsch. Niemals habe er mit einer möglichen Auszeichnung gerechnet. Er freute sich sehr, dass er am Abend mit seiner Mundharmonika-Gruppe auftreten durfte. «Als ich aber im Saal mehrere Verwandte entdeckte, ahnte ich, dass etwas in diese Richtung gehen könnte», sagte er mit bewegter Stimme. «Für mich ist das eine grosse Anerkennung und zugleich Ansporn, mit Freude die Maulörgeler weiterhin zu betreuen und auch mein Archiv in der Kirche weiterzuführen», meinte der Geehrte.

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