OBERGERICHT: Der Jäger muss für das Blut «bluten»

In einem Indizienprozess hat das Obergericht Nidwalden die Vorinstanz bestätigt und einen Jäger verurteilt.

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Der Fall geschah bereits am 17. August 2007. Auf dem Friedhof in Hergiswil trafen sich zwei Jäger. Nach einem kurzen Wortwechsel gingen sie wieder auseinander. Der eine Jäger verliess den Friedhof, der andere blieb verletzt zurück.

Im März 2009 hatte das Kantonsgericht C. L. wegen einfacher Körperverletzung verurteilt, unter anderem zu einer bedingten Geldstrafe von 7200 Franken und einer Entschädigungssumme von gut 6600 Franken ans Opfer. Weil dieser das Urteil nicht akzeptierte, gelangte er ans Obergericht.

In einem Indizienprozess kam das Gericht zum Schluss, dass die Version des Klägers und Verletzten «logisch, konsistent und widerspruchsfrei» erscheine. Dem verurteilten Jäger wurden neben der Busse auch die Gerichtskosten aufgebrummt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, ein Weiterzug ans Bundesgericht möglich.

Kurt Liembd

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Nidwaldner Zeitung.