OBERGERICHT NIDWALDEN: Schlug Jäger auf Friedhof zu?

Ein Jäger stand am Donnerstag vor dem Obergericht Nidwalden. Er soll einen anderen Jäger auf dem Friedhof Hergiswil mit der Faust verletzt haben.

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Tatort Friedhof Hergiswil. (Bild Kurt Liembd/Neue NZ)

Tatort Friedhof Hergiswil. (Bild Kurt Liembd/Neue NZ)

Passiert ist der Vorfall am 17. August 2007, morgens um 8 Uhr. Die Kirchenglocken läuten friedlich, als sich zwei leidenschaftliche Jäger auf dem Friedhof von Hergiswil treffen. Nach einem kurzen, aber heftigen Wortwechsel mit Schimpfworten der übleren Sorte gehen sie wieder auseinander. Der eine Jäger verlässt den Friedhof, der andere bleibt verletzt zurück: mit Nasenbluten, Blutergüssen in der Oberlippe, Schwellungen, einer Prellung im Oberkiefer und Schwindel. Der verletzte O. P.* sagt danach aus, sein «Jägerkollege» C. L.* habe ihn mit einem Faustschlag niedergestreckt. Der Angeklagte C. L. jedoch erklärt bei der Einvernahme gemäss Polizeiprotokoll: «Ich schwöre, ich habe ihn nicht angefasst.»

Erstinstanzlich verurteilt
Das Kantonsgericht hatte ihn in einem Indizienprozess bereits der einfachen Körperverletzung für schuldig befunden. Am Donnerstag stand der Angeklagte vor dem Nidwaldner Obergericht. Dabei liessen der Angeklagte und sein Anwalt nichts unversucht, die Anklage als Lüge und Komplott darzustellen.

Kurt Liembd

*Name der Redaktion bekannt.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der aktuellen Nidwaldner Ausgabe der «Zentralschweiz am Sonntag».