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Oberste richterliche Instanz in Nidwalden wird wohl weiblich

Das Landratsbüro schlägt Livia Zimmermann zur Präsidentin des Ober- und Verwaltungsgerichts vor.
Matthias Piazza
Livia Zimmermann ist als Präsidentin des Ober- und Verwaltungsgerichts vorgeschlagen. (Bild: PD)

Livia Zimmermann ist als Präsidentin des Ober- und Verwaltungsgerichts vorgeschlagen. (Bild: PD)

Seit 2005 präsidierte Albert Müller das Ober- und Verwaltungsgericht Nidwalden. Ende Juni tritt er vorzeitig zurück. Das Landratsbüro hat sich nun zusammen mit der Findungskommission, welcher je ein Vertreter aller Fraktionen und der Präsident der Justizkommission angehört, auf die Suche nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin mit Amtsantritt 1. Juli gemacht. Sie schlägt dem Landrat zuhanden seiner nächsten Sitzung vom 3. April Livia Zimmermann für den Rest der Amtsdauer vor, welche bis 2020 dauert. Livia Zimmermann setzte sich gegen Barbara Brodmann durch, welche seit August 2017 Vizepräsidentin des Ober- und Verwaltungsgerichts Nidwalden ist. Eine weitere Person hat ihre Bewerbung zurückgezogen.

Livia Zimmermann präge seit ihrem Amtsantritt 2005 als Gerichtspräsidentin II und Stellvertreterin des Geschäftsführenden Kantonsgerichtspräsidenten die Rechtssprechung im Zivil- und Strafrecht sowie die Aussenwirkung des Kantonsgerichts mit, schreibt das Landratsbüro. In ihrer juristischen Laufbahn habe sie ihr Wissen, ein hohes Berufsethos und Engagement, ausgewiesene Führungsqualitäten sowie ihre Fähigkeiten als Richterin unter Beweis gestellt.

Seit 2000 lebt und arbeitet sie in Nidwalden

Die 50-jährige Beckenriederin startete nach dem Erwerb ihres Anwaltspatents 1997 im Kanton Aargau die juristische Laufbahn als Gerichtsschreiberin an einem erstinstanzlichen Gericht. Seit 2000 lebt und arbeitet sie im Kanton Nidwalden, war vier Jahre Gerichtsschreiberin des Ober- und Verwaltungsgerichts Nidwalden, Sekretärin der Anwalts- und Beurkundungskommission und leitete zwischen 2005 und 2010 als Präsidentin die Mieterschlichtungsbehörde.

Der Landrat hat im vergangenen Dezember den Beschäftigungsgrad der Präsidien und Vizepräsidien des Ober- und Verwaltungsgerichts von 150 auf 180 Stellenprozente aufgestockt. Die Stelle der Obergerichts- und Verwaltungspräsidentin ist mit 100 Prozent dotiert.

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