Obwalden
Wie der Klimawandel eine SAC-Hütte im Engelbergertal gefährdet

Die Spannorthütte liegt auf 1956 Metern über Meer und ist ein beliebtes Ziel von Bergtouristen. Doch die Gefahrenlage im Winter wächst.

Christian Tschümperlin Jetzt kommentieren
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Im Winter 2019 donnerte eine Lawine übers Dach der Spannorthütte im Engelbergertal. Die Schneemassen hatten sich einen Weg durch eine Lücke zwischen zwei grossen Felsblöcken gesucht, die sonst die SAC-Hütte schützen. Die Staublawine führte auch Steine mit sich. Weil die bei Obwaldnern beliebte Hütte im Winter eingeschneit und daher nicht bewirtet oder besucht ist, fielen die Schäden erst im Frühling auf, als sich die Schneedecke zurückzog. «Wir hatten mit dem Aufräumen viel zu tun, durch die Druckwelle wurden die Türen der Gasschränke eingedrückt. Zudem waren die Sonnenkollektoren beschädigt und die Dachrinne verzerrt», berichtet Hüttenwart Andy Ott, der seit vier Jahren auf der Hütte wartet. Die Lawine hatte einiges an Schäden angerichtet. Im vergangenen Jahr wiederholte sich ein ähnliches Ereignis, allerdings ohne grosse Schäden zu hinterlassen.