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ÖFFENTLICHER VERKEHR: Asiatische Fahrgäste kommen zurück

Die Zentralbahn hat 2016 ihre Ziele mehrheitlich erreicht. Auf das Unternehmen warten insbesondere auch im Infrastrukturbereich Herausforderungen.
Martin Uebelhart
Ein Zug der Zentralbahn in Hergiswil. (Bild: Robert Hess)

Ein Zug der Zentralbahn in Hergiswil. (Bild: Robert Hess)

Martin Uebelhart

martin.uebelhart@nidwaldnerzeitung.ch

In einer Tour d’Horizon informierte die Zentralbahn (ZB) über den Geschäftsgang und aktuelle Projekte. Die Ziele für 2016 seien mehrheitlich erreicht worden, sagte ZB-Geschäftsführer Michael Schürch gestern in Stansstad. Das finanzielle Ergebnis ist auf Kurs, die Pünktlichkeit konnte die ZB auf hohem Niveau verbessern. Bei der Kundzufriedenheit konnte sich die Bahn seit 2014 um einen Punkt auf 77 von 100 möglichen steigern. «Das ist im schweizerischen Vergleich ein sehr guter Wert», hielt Schürch fest. 2016 transportierte die ZB 9,99 Millionen Reisende.

Beeindruckend sei die Entwicklung seit 2013, so Schürch. Die ZB transportiere heute 35 Prozent mehr Reisende und leiste 28 Prozent mehr Personenkilometer. Das sei zwar ein hervorragendes Ergebnis, doch hätte die ZB Schwierigkeiten, einen weiteren Anstieg im selben Mass zu verkraften. «Darum wurden zum Beispiel vergangenes Jahr erstmals saisonale Züge zwischen Luzern und Interlaken eingesetzt», erklärte er. Insbesondere internationale Gruppenreisende habe man konsequent auf diese Verbindungen gelenkt. Auch dieses Jahr will die ZB diese Saisonzüge an über 140 Tagen einsetzen.

Gespürt hat die Bahn 2016 den Rückgang der asiatischen Gäste. «Vor allem auf der Brüniglinie haben wir das festgestellt», sagte Michael Schürch. Das habe zu einem leichten Rückgang der Personenkilometer insgesamt gegenüber 2015 geführt. Die vergangenen Monate hätten gezeigt, dass sich das Bild wieder ändere und die asiatischen Fahrgäste zurückkämen. Im Januar und Februar, die jedoch nicht zu den Hauptreisemonaten zählen, haben die Personenkilometer gegenüber 2016 wieder um rund 5 Prozent zugelegt. Die Zahlen zeigten auch, dass die Zentralbahn in hohem Mass eine Freizeitbahn sei, so Schürch. Lediglich 23 Prozent der gefahrenen Personenkilometer entfielen auf Pendler. Grund dafür seien insbesondere die längeren Strecken, welche im Freizeitbereich gereist würden.

Doppelspur-Dossier zur Prüfung beim Bund

Das Dossier für den Bau der Doppelspur zwischen Hergiswil Matt und Schlüssel liege derzeit beim Bundesamt für Verkehr. In einigen Wochen werde die offizielle Auflage vom Kanton und der Gemeinde Hergiswil erfolgen. «Dann werden wir eine Informationsveranstaltung für die Betroffenen machen», hielt Schürch fest. Man habe eine leichte Verspätung in dem Projekt, «doch nach wie vor sei das Ziel, die Linie im Dezember 2019 in Betrieb zu nehmen.»

Neben der Doppelspur in Hergiswil braucht es weitere Infrastrukturausbauten, wenn 2021 zusätzlich zum Viertelstundentakt der S-Bahn die S 41, ein ­Shuttle zwischen Luzern und Horw, zu den Hauptverkehrs­zeiten kommt. Ums Jahr 2030 soll ebenfalls zu den Hauptverkehrszeiten der Halbstundentakt zwischen Luzern und Engelberg realisiert werden.

Ausbau der Werkstätte in Stansstad

Neben einigen Haltestellen auf der Berner Seite des Brünigs ist auch Niederrickenbach noch nicht behindertengerecht gestaltet. Laut Ivan Buck, Leiter Marketing und Verkauf, soll bis 2019 entschieden werden, ob dieser rund 1 Million Franken teure Ausbau gemacht und die Haltestelle damit erhalten wird.

Fast 10 Millionen Franken möchte die ZB bis 2019 in den Ausbau der Werkstätte in Stansstad investieren. Die Gespräche mit den Bestellerkantonen sind am Laufen. «Die heutigen niederflurigen Zugkompositionen haben sehr viel mehr Installationen auf dem Dach», erklärte Michael Schürch. Mit der neuen Halle soll die Wartung der Züge vereinfacht werden, da die Mitarbeiter dann über eine ­Bühne auch von oben her arbeiten können.

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