ÖV: Wo Bus- und Bahnfahren teurer oder billiger wird

Monatsabos für den öffentlichen Verkehr werden in Luzern, Nid- und Obwalden teurer, Einzeltickets günstiger. Wir sagen Ihnen, auf welchen Strecken Sie tiefer in die Tasche greifen müssen.

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Sie fahren zum Bahnhof Luzern: Bus der Verkehrsbetriebe Luzern (vbl) beim Schlossberg sowie ein Zug der S18 bei Emmenbrücke. (Bild: Eveline Beerkircher und Philipp Schmidli)

Sie fahren zum Bahnhof Luzern: Bus der Verkehrsbetriebe Luzern (vbl) beim Schlossberg sowie ein Zug der S18 bei Emmenbrücke. (Bild: Eveline Beerkircher und Philipp Schmidli)

ÖV-Pendler in Luzern, Ob- und Nidwalden müssen sich im Dezember auf neue Billett-Zonen und eine generelle Preiserhöhung von 2,6 Prozent einstellen. Viele Zug- und Bus-Verbindungen werden markant billiger oder teurer (wir berichteten).

Zum Teil sind die Preissprünge nach oben oder unten massiv. «In der Tendenz werden Monatsabos teurer, und Einzeltickets für viele Verbindungen günstiger», sagt Passepartout-Sprecher Christoph Zurflüh auf Anfrage. Insgesamt halten sich die Preissprünge im Gleichgewicht, da der Tarifverbund Passepartout mit der Umstellung die gleichen Einnahmen wie heute anstrebt. «Wir sind uns bewusst, dass es teilweise zu markanten Änderungen bei den Preisen kommt. Eine neue Zoneneinteilung lässt sich jedoch nicht ohne Preissprünge bewerkstelligen», hält Tarifverbundleiter Albrecht Tima fest.

Kurzstrecke teurer

Ein Monatsabo von Lungernnach Luzernkostet ab dem 14. Dezember 30 Prozent mehr. Andererseits profitieren Pendler, die von Rothenburg-Dorf nach Surseereisen, von einer Preisreduktion von 33 Prozent.

Wer in der Stadt Luzern ein Kurzstrecken-Ticket kauft, muss 10 Rappen mehr zahlen. Neu kostet ein Ticket 2.50 Franken.

Wer mit dem öffentlichen Verkehr von der Agglomeration in die Stadt Luzern oder umgekehrt fährt, muss je nach Abgangsort mehr oder weniger zahlen. Für Pendler aus Adligenswil, Ebikon, Emmenbrücke, Horwoder Hergiswilwerden Einzeltickets ab dem 14. Dezember in die Stadt Luzern 20 Rappen günstiger, während Monatskarten auf denselben Strecken 5 Franken teurer werden und neu 76 Franken kosten.

Auch für Nid- und Obwaldner, die nach Luzern pendeln, werden die Billetpreise je nach Wohnort teurer oder günstiger: Sarnermüssen ab dem Dezember einen Aufschlag von 14 Prozent auf das Einzelticket berappen. Wer von Stansnach Luzern fährt, fährt ab Dezember 7 Prozent günstiger. Wer zwischen den beiden Hauptorten mit dem Zug fährt, zahlt 34 Prozent weniger, die Abopreise auf der gleichen Strecke sinken ebenfalls und zwar um 27 Prozent.

Auf der beliebten Pendlerstrecke zwischen Surseeund Luzernwerden die Tarife ebenfalls günstiger: Ein Einzelticket kostet neu noch 6.30 Franken und ist somit 30 Rappen günstiger als heute. Das Monatsabo kostet 186 Franken (-2 Franken). Auch wer vom Entlebuch oder vom Seetal nach Luzern reist, fährt in der Tendenz günstiger als heute.

Das neue Zonensystem zeigt noch weitere Preissprünge: Ein Einzelticket zwischen Schüpfheimund Sörenbergkostet neu 4.20 Franken und damit 1.30 Franken weniger als heute. Für die gleiche Strecke steigt der Preis eines Monatsabos jedoch von 71 auf 112 Franken an.

rem

Hinweis: Der Preisvergleich zwischen 50 Orten &raquo;<span style="display: none;"> </span>

Der neue Zonenplan in der Stadt Luzern, gültig ab 14. Dezember 2014. (Bild: PD)

Der neue Zonenplan in der Stadt Luzern, gültig ab 14. Dezember 2014. (Bild: PD)

Der heutige Zonenplan in der Stadt Luzern. (Bild: PD)

Der heutige Zonenplan in der Stadt Luzern. (Bild: PD)

Der neue Zonenplan in den Kantonen Luzern, Ob- und Nidwalden, gültig ab dem 14. Dezember 2014 (Bild: PD)

Der neue Zonenplan in den Kantonen Luzern, Ob- und Nidwalden, gültig ab dem 14. Dezember 2014 (Bild: PD)

Der Zonenplan, wie er heute gültig ist. (Bild: PD)

Der Zonenplan, wie er heute gültig ist. (Bild: PD)