OFFENER BRIEF: Moritz Leuenberger soll nach Stans kommen

Anfang November hat das Bundesamt für Energie den Wellenberg erneut als möglichen Standort für die Lagerung von radioaktiven Abfällen bezeichnet. Dagegen wehren sich die Nidwaldner Parteipräsidenten nun geschlossen.

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Erhält heute Post aus Nidwalden: Moritz Leuenberger. (Bild Keystone)

Erhält heute Post aus Nidwalden: Moritz Leuenberger. (Bild Keystone)

Die erneute Lancierung des Wellenbergs als Atommülllager trete die demokratischen Entscheidungen der Nidwaldner Bevölkerung von 1995 und 2002 mit Füssen, heisst es in einer Medienmitteilung. Dagegen protestieren die Präsidenten der fünf Nidwaldner Parteien geschlossen – in einem offenen Brief an Bundesrat Moritz Leuenberger, unterzeichnet von André Scherer (CVP), Ruedi Waser (FDP), Peter R. Wyss (SVP), Norbert Furrer (DN) und Beat Ettlin (SP).

Sie sind mit dem Nidwaldner Regierungsrat der Meinung, dass die Option Wellenberg auf demokratischem Weg aus dem Auswahlverfahren ausgeschieden ist, heisst es weiter. Sie weisen Bundesrat Leuenberger daraufhin, dass er mehrmals glaubhaft versichert hat, dass der Standort Wellenberg endgültig vom Tisch sei und er den demokratisch gefällten Entscheid akzeptiere.

Zudem fordern sie Leuenberger auf, persönlich an der Informationsveranstaltung vom 3. Dezember in Stans anwesend zu sein. Denn die Bevölkerung sei bereits zur Genüge über die geologisch-technischen Aspekte informiert worden. «Brennende Fragen stellen sich der Nidwaldner Bevölkerung jedoch zum Verständnis schweizerischer Demokratie. Um diese rein politische Angelegenheit zu klären, ist die Anwesenheit des verantwortlichen Bundesrates erforderlich.»

scd