Online-Umfrage zeigt: Nidwaldner Unternehmen sind stark von der Coronakrise betroffen

Eine Befragung der Volkswirtschaftsdirektion offenbart die massiven Auswirkungen, welche die Coronapandemie auf die Nidwaldner Wirtschaft hat. Betroffen sind alle Branchen, wobei sich die Situation besonders im Tourismus sowie in den Bereichen «Handel und Gewerbe» und «Verarbeitende Produktion» verschlechtert hat.

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(zim) Die Resultate der Online-Umfrage der Volkswirtschaftsdirektion Nidwalden zeigen aber auch, dass ein beachtlicher Teil der Unternehmen die Zukunftsaussichten einigermassen zuversichtlich beurteilt, heisst es in einer Medienmitteilung der Staatskanzlei Nidwalden vom Donnerstag. So würden 30 Prozent der Unternehmen ihre Aussichten für das nächste Jahr mit «gut» und weitere 56 Prozent mit «befriedigend» bewerten.

«Dies lässt die Hoffnung zu, dass die Talsohle bald überwunden sein könnte, auch wenn die Folgen noch lange zu spüren sein werden», wird Volkswirtschaftsdirektor Othmar Filliger in der Mitteilung zitiert. Voraussetzung dafür sei aber, dass sich die epidemiologische Lage nicht wieder verschärft. Vor Corona hatten noch 53 Prozent der befragten Unternehmen ihre unmittelbaren Aussichten mit «gut» angegeben.

Insgesamt haben bei der halbjährlich durchgeführten Online-Umfrage 29 Prozent der Unternehmen ihre aktuelle Ertragslage als «ungenügend» eingestuft. Dazu Othmar Filliger:

«Auch wenn der Wert nicht überrascht, tut er trotzdem weh und offenbart
die empfindlichen Auswirkungen
der Coronapandemie.»

Bei der letzten ordentlichen Befragung, die um den Jahreswechsel und somit noch vor dem Ausbruch der Coronakrise erfolgt war, lag der «Ungenügend»-Wert noch um 17 Prozentpunkte tiefer bei 12 Prozent.

Am drastischsten zeigt sich die Situation in der Tourismusbranche, in der aktuell jedes zweite Unternehmen seine Ertragslage als nicht ausreichend bezeichnet. Aber auch in der «Verarbeitenden Produktion» und beim «Handel und Gewerbe» werden markant schlechtere Werte angegeben. Negativ verlaufen ist die Entwicklung laut Mitteilung zwar auch in den Branchen «Dienstleistung» und «Baugewerbe», jedoch bei weitem nicht im selben Ausmass.

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