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OPEN AIR: Auf Klewenalp wird gar das WC parfümiert

Einen Abfallberg wie am Open Air Frauenfeld sucht man auf Klewenalp vergebens. Dort hat man sich auf andere Duftnoten spezialisiert.
Sie werden fleissig benutzt auf Klewenalp: die Entsorgungskübel. (Bild Manuela Jans)

Sie werden fleissig benutzt auf Klewenalp: die Entsorgungskübel. (Bild Manuela Jans)

cri. Zurückgelassene Zelte und Güsel, soweit das Auge reicht: Das Open Air Frauenfeld vor einer Woche hat einen gewaltigen Abfallberg hinterlassen und für negative Schlagzeilen gesorgt. Das pure Gegenteil ist beim Open Air Klewenalp der Fall, das gestern zu Ende ging (siehe Kasten). Sei es auf dem Festgelände oder dem nahe gelegenen Zeltplatz, nirgends sind Güselablagerungen zu entdecken, sowohl während als auch nach dem Open Air.

Impressionen des Country Openair am Samstag auf der Klewenalp. (Bild: Manuela Jans (Neue LZ))
Impressionen des Country Openair am Samstag auf der Klewenalp. Im Bild: Linedancer während dem Konzert von Kim Carson. (Bild: Manuela Jans (Neue LZ))
Kim Carson spielt am Samstag bei schönstem Sonnenschein. (Bild: Manuela Jans (Neue LZ))
Impressionen des Country Openair auf der Klewenalp am Samstag. (Bild: Manuela Jans (Neue LZ))
Linedancer während dem Konzert von Kim Carson am Samstag. Fotografiert am 18. Juli 2015 auf der Klewenalp (NeueLZ/Manuela Jans) (Bild: Manuela Jans (Neue LZ))
Am Opanair Klewenalp ist am Freitag die Ländler-Chilbi das Thema. Im Bild: Länderkapelle Dani und Thedy Christen, Ennetbürgen. (Bild: Roger Zbinden (Neue LZ))
Die Länderkapelle Dani und Thedy Christen, Ennetbürgen. (Bild: Roger Zbinden (Neue LZ))
Die Länderkapelle Dani und Thedy Christen, Ennetbürgen. (Bild: Roger Zbinden (Neue LZ))
Am Opanair Klewenalp ist heute Freitag die Ländler-Chilbi das Thema. (Bild: Roger Zbinden (Neue LZ))
Im Bild: Länderkapelle Dani und Thedy Christen, Ennetbürgen. (Bild: Roger Zbinden (Neue LZ))
Die Länderkapelle Dani und Thedy Christen, Ennetbürgen. (Bild: Roger Zbinden (Neue LZ))
Im Bild: Ländlertrio Stöcki-Buebe, Ennetmoos. (Bild: Roger Zbinden (Neue LZ))
Die Länderkapelle Dani und Thedy Christen, Ennetbürgen. (Bild: Roger Zbinden (Neue LZ))
Im Bild: Länderkapelle Dani und Thedy Christen, Ennetbürgen. Bild Roger Zbinden Neue NZ /17.07.2015 (Bild: Roger Zbinden (Neue LZ))
Im Bild: Länderkapelle Dani und Thedy Christen, Ennetbürgen. (Bild: Roger Zbinden (Neue LZ))
Am Opanair Klewenalp ist am Freitag die Ländler-Chilbi das Thema. Fotografiert auf der Klewenalp bei Beckenried. (Bild: Roger Zbinden (Neue LZ))
Im Bild: Länderkapelle Dani und Thedy Christen, Ennetbürgen. (Bild: Roger Zbinden (Neue LZ))
Im Bild: Länderkapelle Dani und Thedy Christen, Ennetbürgen. (Bild: Roger Zbinden (Neue LZ))
Am Opanair Klewenalp ist am Freitag die Ländler-Chilbi das Thema. Fotografiert auf der Klewenalp bei Beckenried. (Bild: Roger Zbinden (Neue LZ))
Am Opanair Klewenalp ist heute Freitag die Ländler-Chilbi das Thema. Fotografiert auf der Klewenalp bei Beckenried. (Bild: Roger Zbinden (Neue LZ))
Naturjodelabig im Rahmen des diesjährigen Open Air Klewenalp. Im Bild: Stimmung im Festzelt mit den Jochtrichler. (Bild: Rosmarie Berlinger (Neue NZ))
Naturjodelabig im Rahmen des diesjährigen Open Air Klewenalp. Im Bild: Die Jodlergruppe Titlis, Engelberg. (Bild: Rosmarie Berlinger (Neue NZ))
Naturjodelabig im Rahmen des diesjährigen Open Air Klewenalp. Im Bild: Die Geschwister Weber. (Bild: Rosmarie Berlinger (Neue NZ))
Naturjodelabig im Rahmen des diesjährigen Open Air Klewenalp. Im Bild: Das Buebequartett Dibidäbi aus Schwellbrun. (Bild: Rosmarie Berlinger (Neue NZ))
Die Amerikanerin Stephanie Urbin Jones. (Bild: pd)
Die Amerikanerin Stephanie Urbin Jones. (Bild: pd)
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Openair Klewenalp

Zwar liegen neben einem grossen Zelt einige zerdrückte Bierdosen im Gras, doch: «Bei uns gibt es kein Theater wegen dem Güsel», versichert Stefan Zurfluh aus Hildisrieden, der in einer gemütlichen Runde aus Familie und Freunden die Open-Air-Stimmung geniesst. Wenn sie ihre sieben Sachen gepackt hätten, würde nichts mehr an sie erinnern, versichert die Runde. «Seit 2001 kommen wir jedes Jahr auf die Klewenalp, um zu Zelten», erklärt Philippe Aschwanden aus Seelisberg, der ebenfalls am Campingtischchen sitzt. «Hier ist es immer extrem friedlich und abnormal sauber.» Es werde sogar parfümiert, wirft Barbara Zurfluh ein. Parfümiert? Sie zeigt auf die mobilen WC-Boxen auf dem Festgelände.

«Hat mit Anstand zu tun»

«Wir sammeln dafür altes Parfüm. Die Leute bringen uns, was sie nicht mehr brauchen», erklärt Karin Schindelholz auf Nachfrage. Mit vier Kolleginnen aus Beckenried putzt sie während des Open Airs die WCs. Freiwillig. Bereits das fünfte Jahr in Folge. «Es gibt durchs Band sehr positive Rückmeldungen darauf», meint sie lachend zur Wertschätzung dieses Services durch die Open-Air-Besucher.

«Es hat schon etwas mit Anstand zu tun», meint Deborah Durrer aus Sarnen auf die Abfallthematik angesprochen. Es habe ganz andere Leute auf Klewenalp als in Frauenfeld, steht für ihren Begleiter Patrick Christen fest. «Wenn ein Güselsack in der Nähe ist, dann benutze ich ihn. Und es hat praktisch überall Abfalltonnen», hält er weiter fest. Ausserdem sei es auf Klewenalp eine ganz andere Kulisse: «In der Natur überlegt man sich, etwas wegzuschmeissen», so Deborah Durrer. «Mit einem Sofa kommt bestimmt niemand in die Bergwelt», schmunzelt Barbara Zurfluh über die liegen gelassenen Gegenstände an anderen Open Airs.

Drei Mulden voll Abfall

Zufrieden mit seinen Gästen ist OK-Präsident Sepp Odermatt: «Auf dem Zeltplatz haben wir eine komplett andere Mentalität», steht für ihn fest. Jeder packe sein Zelt wieder ein und entsorge den Abfall. Rund drei grosse Bauschuttmulden würden so jährlich gefüllt. Nebst der Depotmarke auf das Geschirr hätten sich im Festzelt besonders die Kehrichtsäcke an den Tischen bewährt. «Bei unserer Schlusskontrolle sieht man jeweils rein gar keine Spuren vom Open Air mehr», sagt Odermatt.

Bereits schon gestern haben die Helfer (Total 180) mit dem Aufräumen begonnen. Das Land wird bis am Freitag an die Eigentümerin, die Genossenkorporation Beckenried, zurückgegeben. Der Aufbau dauerte hingegen zwei Wochen.

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