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Pannenzüge beschäftigen auch die Politik

Der Interregio Luzern–Engelberg bleibt wegen technischer Probleme immer wieder stehen. Grüne-Landrat Conrad Wagner will von der Regierung verbindliche Antworten.
Matthias Piazza
Bis mindestens Ende 2022 verkehren die pannenanfälligen Züge auf der Strecke Luzern–Engelberg. (Bild: Roger Grütter (Hergiswil, 24. Juni 2018))

Bis mindestens Ende 2022 verkehren die pannenanfälligen Züge auf der Strecke Luzern–Engelberg. (Bild: Roger Grütter (Hergiswil, 24. Juni 2018))

Fast 30 Jahre alt ist die Lok, die den Interregio Luzern–Engelberg der Zentralbahn (ZB) zieht. In einem ähnlichen Alter befindet sich ein Teil der Zwischenwagen. Dies fordert seinen Tribut. Die Kompositionen waren in der Vergangenheit sehr pannenanfällig und blieben regelmässig stehen (wir berichteten). Abhilfe sollen neue Züge schaffen: «Seit Anfang Jahr stehen wir mit dem Bund und den Kantonen für die Beschaffung neuer Züge in Verhandlungen», sagte Gerhard Züger, Leiter Rollmaterial bei der Zentralbahn, Ende Juni gegenüber unserer Zeitung. Wenn alles nach Plan laufe, könnten die Züge frühestens Ende 2022 eingesetzt werden.

Der Stanser Grüne-Landrat Conrad Wagner ist mit diesen Aussagen alles andere als zufrieden. Er hat eine Kleine Anfrage eingereicht. Vom Regierungsrat will er wissen, wie prekär die Situation beim Rollmaterial genau ist und wie weit die Verhandlungen zwischen Bund, Kanton, ZB und Lieferanten fortgeschritten sind. Insbesondere fordert er verbindliche Angaben zu Terminen und Kosten für den Ersatz der alten Züge.

Rahmenkredit soll wieder erhöht werden

Für Conrad Wagner ist das Nachdoppeln mit einem politischen Vorstoss wichtig. Im kommenden Frühling befindet der Landrat über den Rahmenkredit für den öffentlichen Verkehr für die Jahre 2020/21. «Wir müssen also früh genug wissen, was jetzt in puncto Ersatzbeschaffung neuer Züge Sache ist.» Für 2016/17 betrug dieser Kredit total 15,8 Millionen Franken, für die Jahre 2018 und 2019 liegen die Abgeltungen bei total 14,4 Millionen Franken.

Die Regierung begründete die Senkung mit den gestiegenen Passagierzahlen und den damit verbundenen höheren Einnahmen. «Wird der Rahmenkredit nicht wieder erhöht, gerade auch wegen früherer Beschaffung neuer Züge, käme dies ja einer unnötigen Sparmassnahme gleich», hält Conrad Wagner fest.

Dereinst wieder am Anschlag mit Rollmaterial?

Etwas irritiert zeigt er sich über die seiner Ansicht nach fehlende Koordination von Infrastruktur, Rollmaterial und ÖV-Angebotsentwicklung. Auf 2030 will die Zentralbahn den Halbstundentakt für den Interregio Luzern–Engelberg einführen (bisher Stundentakt). «Ist man dann mit dem Rollmaterial wieder am Anschlag? Oder wäre es nicht sinnvoller, die Bestellung neuer Züge mit Weitsicht und gleich im ­Hinblick auf diese frühere oder spätere Angebotserweiterung schrittweise an die Hand zu nehmen?», fragt Conrad Wagner rhetorisch. «Wir brauchen diese zuverlässige Bahnverbindung nach Luzern künftig noch mehr, wenn die Autobahn immer mehr verstopft ist.» Die Regierung hat nun zwei Monate Zeit, die Fragen schriftlich zu beantworten.

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