PARTEINAME: Die «DN-Urgesteine» waren sich nicht einig

Historischer Moment für das Demokratische Nidwalden: Ab 2009 heisst die Partei «Grüne Nidwalden». Nicht alle waren dafür.

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Norbert Furrer, Präsident der Grünen Nidwalden. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Norbert Furrer, Präsident der Grünen Nidwalden. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Grossaufmarsch herrschte am Donnerstagabend an der GV des Demokratischen Nidwalden (DN) in Oberdorf. Im Mittelpunkt der Generalversammlung stand die Namensänderung der Partei. Diese sorgte für eine sehr angeregte Diskussion und ging nicht ohne kritische Töne über die Bühne. Doch nach ausführlicher Debatte war die Abstimmung eindeutig: 34 Ja, 4 Nein, eine Enthaltung.

Im Eingangsvotum hatte Norbert Furrer, Co-Parteipräsident und DN-Fraktionspräsident, zuvor gesagt: «Der Name Demokratisches Nidwalden wird nicht automatisch mit der Grünen Partei in Verbindung gebracht.» Zudem gebe es «ausserhalb des Kantons und bei Neuzuzügern oft Verwechslungen mit den Schweizer Demokraten». Der Nachteil einer Namensänderung wäre für Norbert Furrer, dass damit auch die «Marke DN» verloren ginge.

«DN war nie ein wirklich guter Name»
Alt Landrat und alt Kantonsrichter Hans Waser, Stans, stellt den Verwerfungsantrag. «Für mich ist der soziale Aspekt im Namen der Grünen zu wenig enthalten», gab Waser zu bedenken. «Schliesslich waren es die sozialen und weniger die grünen Themen, welche das DN so stark gemacht haben, wie es heute ist», so Hans Waser weiter.

Weniger Probleme mit der Namenänderung zeigten andere DN-Urgesteine wie Josef Blättler, Hergiswil, Armand Claude, Stans, und Balz Wolfisberg, Stans. «Mich überzeugen die Argumente des Vorstandes», so Armand Claude. «Trotzdem müsste ich Tränen vergiessen, denn ich habe jetzt 26 Jahre lang mit dem Namen DN gelebt.» Der Hergiswiler Josef Blättler: «Der Name DN ist zwar heute etabliert, war aber nie ein wirklich guter Name.»

Kurt Liembd

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.