PENSIONSKASSE: Umwandlungssatz: Landrat setzt sich durch

Bei der Nidwaldner Pensionskasse wird der Umwandlungssatz bis 2015 auf 6,4 Prozent gesenkt. Dies hat der Landrat am Mittwoch gegen den Willen der Regierung entschieden. Die neuen Regeln für die zweite Säule treten auf 2009 in Kraft.

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Der Landrat hiess das Pensionskassengesetz in erster Lesung mit 46 zu 0 Stimmen gut. Umstrittener Punkt war der Umwandlungssatz, der für die Berechnung der Rente benötigt wird. Er soll gesenkt werden, weil die Lebenserwartung steigt und das angesparte Altersguthaben länger ausreichen muss. Eine Satzsenkung bedeutet eine tiefere Rente.

Der Regierungsrat wollte den Umwandlungssatz, der heute bei 7,05 Prozent liegt, bis 2011 auf 6,8 Prozent senken. Die heute geltende Regelung sieht vor, dass die 6,8 Prozent erst im 2014 erreicht werden.

Kontinuierliche Senkung beantragt
Die vorberatende Kommission trat aber noch mehr aufs Gas und beantragte, den Satz bis 2015 kontinuierlich auf 6,4 Prozent zu senken. Sie begründete dies damit, dass nur so die finanzielle Stärke der Pensionskasse gesichert werden könne.

Regierung und Ratsminderheit erklärten vergeblich, dass es falsch sei, eine Senkung auf eine solch lange Sicht festzuschreiben. Sie unterlagen schliesslich knapp mit 27 zu 24 Stimmen.

sda