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Pilatus-Flugzeuge für Afghanistan

Zum wiederholten Mal sorgt ein Flugzeugdeal der Pilatus-Werke für Wirbel. 18 Maschinen des Typs PC-12 NG werden in den USA umgebaut und in Afghanistan eingesetzt. Zudem gibt es Berichte über ein Pilatus-Werk in China.
Ein Pilatus-Flugzeug des Typs PC-12 NG Spectre. (Bild: Pilatus Aircraft Ltd)

Ein Pilatus-Flugzeug des Typs PC-12 NG Spectre. (Bild: Pilatus Aircraft Ltd)

Es ist ein brisanter Vorstoss von Nationalrätin Evi Allemann: Die SP-Politikerin möchte in einer Interpellation vom Bundesrat wissen, ob die Pilatus-Flugzeugwerke in Stans das Schweizer Güterkontrollgesetz umgehen und damit ein unrechtmässiges Exportgeschäftt betreiben. Und darum gehts: Pilatus hat im Herbst dieses Jahres 18 neue Maschinen des Typs PC-12 NG an eine US-amerikanische Firma verkauft – für 218 Millionen Dollar (rund 200 Millionen Franken). In den USA werden an den Fliegern Änderungen vorgenommen. Aus dem PC-12 NG, der ausdrücklich als Zivilflugzeug deklariert ist, wird so das Modell PC-12 NG Spectre, eine Variante, die als militärisches Trainingsflugzeug gilt und somit strengeren Ausfuhrbestimmungen unterliegen würde. Noch pikanter ist, dass der Spectre von den Amerikanern an die afghanische Luftwaffe geliefert wird. Allemann möchte auch in diesem Punkt Klarheit vom Bundesrat, sprich, sie möchte wissen, wie die Regierung dazu steht, dass Schweizer Flugzeuge in einer Krisenregion wie Afghanistan eingesetzt werden – selbst wenn sie nur Trainingszwecken dienen.

Beharrliches Schweigen in Stans

Die Antwort des Bundesrates ist noch hängig. Gar keine Antwort gibt es hingegen bei den Pilatus-Flugzeugwerken in Stans. Auf Anfrage unserer Zeitung wird der Export über Umwege nach Afghanistan weder bestätigt noch dementiert. «Wir möchten uns hinsichtlich Spectre nicht äussern», teilte das Unternehmen gestern schriftlich mit. Keinen Kommentar wollte man auch zu asiatischen Medienberichten abgeben, die besagen, dass Pilatus ein Werk in einer chinesischen Industriemetropole plant, um künftig womöglich einen Teil der Flugzeugproduktion auszulagern.

Léa Wertheimer/red

Ein neues Flugzeugwerk in China?

Die Pilatus-Werke in Stans blicken auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Nun ist offenbar ein neues Werk in China geplant. Das Unternehmen dementiert oder bestätigt dies nicht. Gemäss asiatischen Medienberichten soll Pilatus rund 400 Millionen Dollar in den neuen Standort investieren. Das Werk soll in der Region Chongqing in Liangjiang zu stehen kommen. Die Industrieregion boomt und soll, wenn es nach der chinesischen Regierung geht, zum «industriellen Rückgrat» des Landes werden. 13 der dort ansässigen Firmen stammen nach aktuellem Stand aus europäischen Ländern. Mehr als zehn sind multinationale Unternehmen, darunter auch der deutsche Stahlkonzern Thyssen Krupp.

lea

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