Pilatus Flugzeugwerke mit Rekordergebnis

14 Prozent mehr Umsatz und 23 Prozent mehr Gewinn: Die Pilatus Flugzeugwerke AG blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2011 zurück. Ein tiefer Bestellungsbestand lässt aber ein schwieriges 2012 erwarten.

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Ein PC-21 im Einsatz. (Bild: Pilatus Aircraft Ltd)

Ein PC-21 im Einsatz. (Bild: Pilatus Aircraft Ltd)

Der Umsatz der Pilatus Flugzeugwerke mit Sitz in Stans stieg im Jahr 2011 auf 781 Millionen und der Betriebsgewinn auf 108 Millionen Franken. Nie zuvor waren die Zahlen des Unternehmens besser, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. Auch die Investitionen in die Forschung und Entwicklung waren mit 67 Millionen Franken höher als je zuvor. Zudem wurden 65 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Zudem konnte der Bestellungseingang im Vergleich zum Vorjahr wieder etwas gesteigert werden und beträgt 416 Millionen Franken. Der Bestellungsbestand ging jedoch erneut zurück – und zwar um über 50 Prozent auf 325 Millionen Franken.

Gutes Jahr bei Trainingsflugzeugen

Die «Government Aviation» (militärische Trainingsflugzeuge) machte 60 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Dieser hohe Anteil sei auf den Grossauftrag aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zurückzuführen. Im Jahr 2011 konnten 16 der insgesamt 25 PC-21 sowie fast alle Trainings- und Simulatorsysteme an den Kunden abgeliefert werden. Ende April 2011 hat Pilatus mit der Botswana Defence Force einen Vertrag für fünf neue Trainingsflugzeuge vom Typ PC-7 MkII abgeschlossen. Die Flugzeuge werden Ende 2012 ausgeliefert.

Rückgang im Bereich Geschäftsflieger

In Nord- und Südamerika konnten im Jahr 2011 44 PC-12 NG ausgeliefert werden, einer davon an die Royal Canadian Mounted Police, einen der ersten und treusten Pilatus Kunden überhaupt. Die Gesamtverkaufszahlen gingen aber erneut zurück. Während Pilatus 2009 noch eine Rekordzahl von 100 PC-12 ausliefern konnte, waren es zwei Jahre später im 2011 noch 63 PC-12.

Zuversicht trotz schwierigem Umfeld

Das angelaufene Jahr werde schwieriger und das Ergebnis weniger gut ausfallen, wird Pilatus-Chef Oscar J. Schwenk in der Mitteilung zitiert. Der tiefe Bestellungsbestand vermöge auch ein Grossauftrag in diesem Jahr nicht mehr wettzumachen.

Dennoch sei er zuversichtlich. Pilatus entwickle intensiv an einem neuen Flugzeug, dem PC-24. Schwenk: «Ich bin überzeugt, dass wir mit diesem Konzept wieder abheben werden.»

Pilatus beschäftigte im vergangenen Jahr über 1300 Mitarbeitende am Hauptsitz. Diese hätten vom guten Ergebnis profitieren können und eine leistungsabhängige Gewinnbeteiligung in der Höhe von rund 150 Prozent eines Monatslohns erhalten, heisst es in der Mitteilung.

pd/bep/sda