Pilatus-Halle
Buochser Genossen geben grünes Licht für anstehende Projekte

Neben Wahlen und wichtigen Baukrediten wurden an der Genossengemeinde Buochs auch diverse Baurechte erteilt.

Sepp Odermatt
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Der abtretende Genossenschreiber Josef Bucher (links) und der neu gewählte Andreas Keiser mit dem wiedergewählten Präsidenten Stefan Barmettler, in der Mitte.

Der abtretende Genossenschreiber Josef Bucher (links) und der neu gewählte Andreas Keiser mit dem wiedergewählten Präsidenten Stefan Barmettler, in der Mitte.

Sepp Odermatt (Buochs, 7. April 2022)

An die Ordentliche Genossengemeinde Buochs vom letzten Donnerstag erschienen 156 der insgesamt 809 Stimmberechtigten. Dabei wurden vier Mitglieder des Rates auf weitere vier Jahre wiedergewählt. Die Wiederwahl auf zwei Jahre schaffte auch der umsichtige Präsident Stefan Barmettler. Er führte die zweieinhalbstündige Versammlung auf eine ruhige und souveräne Art. Für den zurücktretenden Genossenschreiber Josef Bucher, der sich während mehr als 20 Jahren in verschiedenen Funktionen für die Korporation starkgemacht hatte, wählten die Anwesenden ihren Geschäftsführer Andreas Keiser.

Mit der Genehmigung des Gestaltungsplans durch die Baudirektion des Kantons im November 2021 kann nun der Genossenrat das Baugesuch für ein altersgerechtes Wohnen im Städeligarten einreichen. Danach wird an der Extra-Genossengemeinde vom 8. September 2022 der Baukredit beantragt. Weil der Rat trotz Mehrkosten möglichst viel Holz aus Nidwalden verwenden möchte, wird der Baustart wohl erst Ende 2023 erfolgen.

Das Hochwasserprojekt Schüpfgraben-Giessenkanal ist Sache der politischen Gemeinde. Es erstreckt sich aber zum Teil über Grundeigentum der Korporation. Eine entsprechende Volksabstimmung findet im Mai statt. Der Genossenrat steht dem Projekt positiv gegenüber und ist bereit, seinen Anteil an den Hochwasserschutz im Dorf beizutragen.

Pilatus plant neue Halle

Die Pilatus Flugzeugwerke AG beabsichtigt, im Bereich der alten Halle 3, ein Gebäude für den Flugzeugunterhalt zu erstellen. Die Halle weist eine Länge von 145 Metern, eine Breite von 55 Metern und eine Höhe von 18 Metern auf und wird als Holzskelettbau erstellt. Geplant ist, dass im neuen Gebäude dereinst rund 160 bis 200 Personen der Arbeit nachgehen werden. Bevor mit diesem Projekt aber begonnen werden kann, mussten die Genossenbürger noch einen Kredit von 1'285'000 Franken für den Rückbau der bestehenden Infrastrukturbauten sprechen. Diese Kosten werden bei der Erschliessung durch den Baurechtsnehmer wieder zurückbezahlt. Sowohl dem Antrag für den Rückbau, als auch dem Antrag für das Baurecht wurde diskussionslos zugestimmt. Der Baurechtszins beträgt 17 Franken pro Quadratmeter im Jahr, und der einmalige Erschliessungskostenanteil wurde auf 50 Franken pro Quadratmeter festgelegt. Ebenfalls sagten die Stimmberechtigten Ja zum Baurecht für die rund 15’300 Quadratmeter mit einer Dauer von 50 Jahren.

Revitalisierung der Aa-Mündung

Eine Verlängerung des Baurechts für den Tennisclub Buochs bis ins Jahr 2032, mit Option um Verlängerung für weitere fünf Jahre, wurde ebenfalls deutlich gutgeheissen.

Für die Firma WABAG Kies AG, Beckenried fordert der Kanton im Konzessionsverfahren für den weiteren Kiesabbau ökologische Ausgleichs- und Ersatzmassnahmen. Das eingereichte Projekt beim Aa-Delta sieht eine Revitalisierung der Aa-Mündung vor, die den Korporationen Buochs und Ennetbürgen gehört. Beide Räte haben mit der erwähnten Firma einen Vorvertrag erarbeitet, der die Zahlungen entsprechend der Laufzeit der Konzession für den Kiesabbau regelt. Oppositionslos befürworteten die Stimmberechtigten auch diesen Antrag des Genossenrates Buochs.