Planungskredit in Hergiswil soll an die Urne

Die SVP und das Gewerbe wollen an der Urne über den Planungskredit für den Hergiswiler Dorfplatz abstimmen lassen. Sie haben eine Unterschriftensammlung gestartet.

Martin Uebelhart
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Das Modell des Siegerprojekts Cubiculum für die Neugestaltung des Hergiswiler Dorfplatzes. (Bild: Matthias Piazza (Hergiswil, 21. Juni 2018))

Das Modell des Siegerprojekts Cubiculum für die Neugestaltung des Hergiswiler Dorfplatzes. (Bild: Matthias Piazza (Hergiswil, 21. Juni 2018))

Die politische Ge­meinde und Kirchgemeinde wollen das Siegerprojekt «Cubiculum» für die Gestaltung des Hergiswiler Dorfplatzes weiter bearbeiten. Das Projekt war Ende Juni vorgestellt worden. Dazu beantragen sie den Gemeindeversammlungen vom 20. November einen Planungskredit von 233'000 Franken. Die Hälfte davon soll die Kirchgemeinde beisteuern.

Die SVP Ortspartei und die Gewerbler im Dorfzentrum wollen die Abstimmung über den Kredit in der politischen Gemeinde auf den Urnenweg verweisen. Dazu haben sie eine Unterschriftensammlung lanciert. «Wir haben das Gefühl, das so etwas an der Urne entschieden werden sollte», sagt Christoph Keller, Vorstandsmitglied der SVP Hergiswil auf Anfrage. So könnten mehr Stimmbürger dazu Stellung nehmen, als das an einer Gemeindeversammlung möglich sei. In Hergiswil sei man mehr als etwa in Stans auf das Auto angewiesen. «Das Dorf ist lang gestreckt und hat weitläufige Aussenquartiere, auch an Hanglagen», so Keller.

An vorderster Front bei der Unterschriftensammlung dabei ist auch Reto Christen, der am Dorfplatz ein Optik-Geschäft betreibt. «Ich habe das Gefühl, dass ein autofreier Dorfplatz gegenüber heute an Lebendigkeit verlieren würde», hält er fest. Nach Gesprächen mit anderen Gewerbetreibenden sowie aufgrund von Rückmeldungen von Kunden und Kirchgängern habe er beschlossen, sich zu engagieren, sagt der parteilose Christen.

Für die Verschiebung an die Urne muss ein Zwanzigstel der Stimmbürger unterschreiben und die Unterschriften müssen acht Tage vor der Versammlung eingereicht sein. Das sind derzeit in Hergiswil 198 Personen. Keller ist sich bewusst, dass das in den kommenden zwei, drei Wochen viel Arbeit bedeutet: «Ein Selbstläufer ist die Sammlung keineswegs».