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Polizei in Nid- und Obwalden hat Einbrecher im Fokus

Angeblich Taubstumme verunsichern Nidwaldner durch ihr Auftreten an Haustüren. Die Polizei in Nid-und Obwalden bittet die Bevölkerung, verdächtige Wahrnehmungen umgehend zu melden.
Philipp Unterschütz
Die früh einsetzende Dämmerung ist jedes Jahr wieder eine Einladung für Einbrecher, nicht nur in Nid- und Obwalden. (Bild: Mareycke Frehner)

Die früh einsetzende Dämmerung ist jedes Jahr wieder eine Einladung für Einbrecher, nicht nur in Nid- und Obwalden. (Bild: Mareycke Frehner)

In Nidwalden seien Personen unterwegs, die sich als taubstumm ausgeben, an den Haustüren Spenden sammeln und dabei auch Briefkästen markieren würden. Solche Einträge kursieren momentan auf Facebook. «Es handelt sich um Einbrecherbanden», wird gewarnt.

Die Nidwaldner Kantonspolizei bestätigt auf Anfrage, dass man vor der Weihnachtszeit zwei entsprechende Meldungen über angeblich taubstumme Personen erhalten habe. «Diese konnten jedoch nicht mehr angetroffen werden», schreibt Marco Fux, stellvertretender Leiter der Kriminalpolizei. Gleichentags seien in Stans aber drei Personen kontrolliert und wegen diverser Widerhandlungen wie Verletzung von Einreisebestimmungen oder Betäubungsmitteldelikten festgenommen worden, sie hätten sich vor der Staatsanwaltschaft verantworten müssen, so Marco Fux. Die Männer aus Serbien und Italien waren mit einem in Frankreich zugelassenen Fahrzeug unterwegs und sind in Frankreich und Belgien wohnhaft.

Es ist wichtig, Verdächtiges sofort zu melden

Laut der Polizei in Nid- und Obwalden nimmt mit der früh einsetzenden Dämmerung jeweils die Einbruchskriminalität zu. In Nidwalden wurden im Dezember bisher vier Einbruchdiebstähle und zwei Einschleichdiebstähle gemeldet. «Gegenüber dem Vorjahr kann aber von einer leichten Abnahme gesprochen werden», so Marco Fux.

Beat Wallimann, stellvertretender Leiter der Kriminalpolizei Obwalden, sagt auf Anfrage, dass keine Vorkommnisse mit «Taubstummen» gemeldet wurden. Es seien aber verschiedene verdächtige Feststellungen gemeldet worden. «Das ist sehr wichtig. Benachrichtigen Sie umgehend die Polizei über die Nummer 117, wenn unbekannte Personen im Quartier umherstreifen oder unbekannte Fahrzeuge verdächtig auffallen.» In Obwalden musste die Polizei im Dezember bisher drei Einbrüche bearbeiten.

Die Polizei in Ob- und Nidwalden unterstützt die landesweite Präventivaktion «Bei Verdacht Telefon 117 – gemeinsam gegen Einbrecher». Dazu gehören eine erhöhte Patrouillen- und Kontrolltätigkeit sowie die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger. «Wir setzen unsere Ressourcen bewusst anders ein, wir wollen in den Quartieren präsent sein», erklärt Marco Niederberger, Leiter der Obwaldner Verkehrs- und Sicherheitspolizei.

Tipps zur Verhinderung von Einbrüchen finden sich auf der Website der Schweizerischen Kriminalprävention www.skppsc.ch.

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