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Kantonale Viehschau in Oberdorf: Prächtige Tiere und glückliche Besitzer

Die Qualität der gezeigten Tiere überzeugte an der Nidwaldner «Vehzeichnig».
Sepp Odermatt
An der Vorführung der Tiere im Ring ist das Publikum besonders interessiert. (Bild: Sepp Odermatt, Oberdorf, 12. Oktober 2019)

An der Vorführung der Tiere im Ring ist das Publikum besonders interessiert. (Bild: Sepp Odermatt, Oberdorf, 12. Oktober 2019)

Wenn die Schwingfeste Geschichte schreiben, die Älpler mit ihren Senten gesund im Tal angekommen sind und die Ernte sich dem Ende zuneigt – dann ist Viehschau. «Vehzeichnig» sagen die Nidwaldner dieser bäuerlichen Kultur, die längst schon zum Fest der ganzen Bevölkerung geworden ist.

Ein Gemisch von Vieh-, Schnupf- und Stumpengeruch hängt am vergangenen Samstag auf dem Viehschauplatz Wil, Oberdorf in der Luft. Landwirte, Viehhändler, Experten, Helfer und auch Kinder führen im gegenseitigen Kontakt interessante Gespräche. Vier Buben aus Beckenried – alles Schwingerkollegen in passenden Edelweisshemden – wissen es ganz genau. «Die schönsten Kühe haben Hörner und müssen Original-Braunvieh sein», behaupten Enzo Käslin und Remo Felder. «Das spielt keine Rolle. Auf den geraden Rücken kommt es an», erwidern Fynn Käslin und Levin Odermatt. Das stimme schon, antwortet der etwas ältere Enzo, wichtig sei, dass man ein Herz für sein Lieblingstier habe. Und schon sind die «vier Experten» wieder verschwunden. Sie wollen die 631 Kälber, Rinder, Kühe und Stiere genauer betrachten.

«Eine Wissenschaft für sich»

Andreas Niederberger aus Buochs putzt seinem Rind derweil noch schnell die Beine. «Mein selbst gezüchtetes Tier Jelena ist dreijährig. So eine Zucht ist eine Wissenschaft für sich; zudem braucht es viel Glück dazu», erklärt der junge Stöckmatt-Bauer.

Apropos jung: Am bäuerlichen Anlass sind neben den älteren Semestern auch auffällig viele junge Leute zu sehen. Das bestätigt auch OK-Präsident Franz Odermatt, der mit dem Ablauf der diesjährigen Viehschau mehr als zufrieden ist, wie er gegenüber unserer Zeitung sagt: «Das Wetter spielt natürlich eine entscheidende Rolle. Dank dem angenehmen Herbsttag sind auch heuer wieder viele Leute gekommen». Wichtig für ihn sei die hohe Qualität der Schau. Und dass der Euterdruck eingehalten werde, freue ihn besonders. Denn das sei immer ein viel diskutiertes Thema.

Lohn für stundenlange Arbeit

Höhepunkt der Veranstaltung war die Vorführung und Kommentierung der bestplatzierten Tiere im Ring. Mister Nidwalden wurde der Prachtstier Felix von Patrick Risi, Ober Bächli. Der Buochser freute sich mit Vater Richi und seiner Familie mächtig über diesen tollen Erfolg. Den Titel Miss Nidwalden holte sich in der Kategorie Original Braunvieh die Kuh Rivella. In der Kategorie Braunvieh hiess die Siegerin Swetlana. Für die Besitzerin Martina Käslin aus Ennetmoos und den Besitzer Sepp Lussi aus Oberdorf ist es der Lohn für die stundenlange Arbeit in der Pflege und im Umgang mit dem Vieh.

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