Präsident sieht Tunnel als einmalige Chance

Die Pläne für einen langen Bahntunnel unter Hergiswil sind nach dem Gusto der IG Lärm weg. Bei der Pro Bahn dagegen herrscht Unmut.

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Maurus Adam steigt in Hergiswil in einen Zug der Zentralbahn ein. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Maurus Adam steigt in Hergiswil in einen Zug der Zentralbahn ein. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Die Interessengemeinschaft Lärm weg fühlt sich in ihrem Kampf gegen eine oberirdische Doppelspur in Hergiswil bestärkt. Erst recht, nachdem der Regierungsrat am Mittwochabend die lange Tunnelvariante zum Favoriten erkoren hatte. Die geschätzten Kosten von 385 Millionen Franken will IG-Präsident Maurus Adam zum jetzigen Zeitpunkt nicht überbewerten. «Wir dürfen uns nicht auf Zahlen versteifen und das Vorhaben als ‹verrückt› abstempeln», sagt der Hergiswiler FDP-Landrat im Interview mit unserer Zeitung. Wenn man ein Ausbauvorhaben realisiere, sei dies «eine Investition für mehrere Generationen», ist er überzeugt. Ursprünglich entstand die IG Lärm weg aus lärmgeplagten Anwohnern an der Bahnlinie. «Wir setzen uns aber auch dafür ein, dass nicht weiterhin Flickwerke entstehen, sondern ein ganzheitliches Projekt umgesetzt wird», so Adam.

Für Unmut sorgen die Pläne hingegen bei der Pro Bahn Zentralschweiz, der Interessenvertretung der Bahnkunden. Diese stört sich daran, dass Partikularinteressen in Hergiswil höher gewichtet werden als die Bedürfnisse der gesamten Region. Der Angebotsausbau auf diesem Abschnitt werde um Jahrzehnte zurückversetzt.

Oliver Mattmann

Das Interview mit Maurus Adam lesen Sie am Freitag in der Neuen NZ und im E-Paper.