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Pro Juventute Nidwalden löst sich auf

Restrukturierungsmassnahmen von Pro Juventute Schweiz bedeuten das Ende der Pro Juventute Nidwalden. Der Ferienpass wird mit einem neuen Verein unter dem Namen «Pro Kids Nidwalden» weitergeführt.
Richard Greuter
An einer ausserordentlichen Vereinsversammlung beschloss die Pro Juventute Nidwalden die Auflösung des Vereins. (Bild: Richard Greuter, Stans, 15. Mai 2019)

An einer ausserordentlichen Vereinsversammlung beschloss die Pro Juventute Nidwalden die Auflösung des Vereins. (Bild: Richard Greuter, Stans, 15. Mai 2019)

Eigentlich hätte die Pro Juventute Nidwalden an ihrer 10. Vereinsversammlung erstmals ein Jubiläum feiern können. Doch davon war am letzten Mittwoch in der Rosenburg beim Höfli nichts zu spüren. An der darauf folgenden ausserordentlichen Vereinsversammlung beschlossen 30 anwesende Mitglieder die Auflösung des Vereins.

Im vergangenen November stellte der Stiftungsrat Pro Juventute Schweiz ein neues Organisationsmodell vor. Dies mit dem Ziel, Regionalstellen zu gründen und enger an die nationale Stiftung zu binden. Strukturanpassungen bei der Dachorganisation sind nicht neu. Bereits vor zehn Jahren, als sich die Stiftung in finanziellen Schwierigkeiten befand, reduzierte sie ihre damals 187 Bezirke. Daraus entstanden dann 26 Kantonalvereine, deren Aufgabe in einem Lizenzvertrag geregelt war. Sechs davon sind bereits wieder aufgelöst. Nun sollen auch die restlichen Vereine verschwinden.

An ihrer Stelle installiert die Pro Juventute Schweiz fünf Regionalstellen, eine davon ist die Regionalstelle Zentralschweiz. Den Lizenzvertrag mit Pro Juventute Nidwalden hat die Stiftung per Ende August gekündigt.

Der Grund für diese Entwicklung sieht Präsident Beat Fuchs in personellen und finanziellen Problemen. «Es ist wahnsinnig schwierig, Leute zu finden, die bereit und in der Lage sind, Aufgaben zu übernehmen», sagte der ehemalige Regierungsrat an der ausserordentlichen Vereinsversammlung. In der neuen Regionalstelle Zentralschweiz sieht Fuchs durchaus positive Aspekte: «Die Grunddienstleistungen wie Elternbrief, Markenverkauf, Einzelfallhilfe, Unterstützung von Projekten oder Sozialpraktikumsvermittlung können für Nidwalden auch von einer Regionalstelle geleistet werden.»

Anders sieht es beim immer beliebteren Ferienpass Nidwalden aus. Dieses Erfolgsmodell möchten die Verantwortlichen mit einem neuen Verein unter dem Namen «Pro Kids Nidwalden» weiterführen. «Wir sind überzeugt, dass der Ferienpass für Nidwalden auch weiterhin in Nidwalden organisiert werden muss», fasste Fuchs zusammen. Die Gründe sind klar: Die Teilnehmerzahlen sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Im vergangenen Jahr nutzten 843 Kinder die Angebote des Ferienpasses, 115 mehr als im Vorjahr. Rund 30 Prozent aller Primarschüler nahmen teil und viele Eltern und Dritte helfen als Begleitpersonen mit, schreibt Ferienpassleiter Ruedi Walpen in seinem Bericht. Auch in diesem Jahr ist eine Steigerung zu erwarten. Laut Walpen sind seit letzten Sonntag bereits 600 Anmeldungen erfolgt. In diesem Jahr bietet der Ferienpass als Versuch erstmals eine Tagesbetreuung an. Das stark erweiterte Angebot ist auf der Homepage unter «www.ferienpass-nidwalden.ch zu sehen.

«Pro Kids Nidwalden» übernimmt das Vermögen

Am 26. September wird der neue Verein «Pro Kids Nidwalden» gegründet. Gemäss Statutenentwurf unterstützt und organisiert der neue Verein Freizeitaktivitäten und Anlässe für Kinder und Jugendliche. Das Vereinsvermögen muss laut Statuten einer Institution in Nidwalden mit ähnlicher Zweckbestimmung zukommen. So ist vorgesehen, dass der neue Verein die rund 100000 Franken als Startkapital übernimmt.

Der Ferienpass präsentiert sich diesen Samstag am Wochenmarkt. Helferinnen und Helfer sind weiterhin willkommen.

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