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Pro Senectute Nidwalden: Budget bereitet Sorgen

Durch die immer älter werdende Bevölkerung nimmt die Arbeit der Pro Senectute Nidwalden zu. Doch langfristig fehlen die Mittel. Und der Bund will seine Zuschüsse deckeln.
Richard Greuter
Stiftungspräsident Viktor Furrer, die neu gewählte Stiftungsrätin Monika Dudle-Ammann und der neue Vizepräsident Niklaus Reinhard. (Bild: Richard Greuter, Stans, 30. Mai 2018)

Stiftungspräsident Viktor Furrer, die neu gewählte Stiftungsrätin Monika Dudle-Ammann und der neue Vizepräsident Niklaus Reinhard. (Bild: Richard Greuter, Stans, 30. Mai 2018)

Die Sonnenstrahlen, die in den Saal des Restaurant Adler drangen, aber auch die Klänge des Mundharmonika-Ensembles, sorgten an der Stiftungsversammlung der Pro Senectute Nidwalden für eine gute Stimmung. So gehe es auch vielen Menschen im Pensionsalter, berichtete Stiftungspräsident Viktor Furrer: «Sie erleben eine schöne Zeit.» Es gebe aber auch Menschen, denen es aus gesundheitlichen, sozialen oder finanziellen Gründen nicht so gut geht. «Ihnen zu helfen, bleibt unser Schwerpunkt», sagte Furrer zu Beginn in seinem Jahresbericht.

Steigende Zahl von älteren Menschen

Laut Geschäftsführerin Brigitta Stocker mussten 2016 225 ältere Personen die unentgeltliche Sozialberatung in Anspruch nehmen. Im vergangenen Jahr waren es 288 Personen - ein markanter Anstieg. In der Folge erhöhte die Stiftung im vergangenen Jahr die Stellenprozente um 10 und im laufenden Jahr um 20 Prozent. Ein Blick in die Zahlen verrät, dass die Tätigkeit der Pro Senectute Nidwalden immer wichtiger wird. In den Jahren 2011 bis 2015 betrug die Zunahme der Menschen, die über 80-jährig sind, jährlich etwa 50 Personen. Im vergangenen Jahr erhöhte sich die Anzahl Menschen der gleichen Altersgruppe um 237 auf insgesamt 2285 Personen. Auch wenn es laut Furrer vielleicht ein einmaliger Ausschlag ist, zeigt das doch die Tendenz: «Es wird mehr Leute geben, die zu betreuen sind.»

Knappe Mittel und weniger Geld vom Bund

Auch wenn die Preise für Dienstleistungen erhöht wurden, wird es im Budget – im vergangenen Jahr war der Aufwand rund 1,1 Millionen Franken – immer knapper. Bereits vor einem Jahr budgetierte Kassier René Engelberger einen Mehraufwand von 18'900 Franken. Nur dank zwei grosszügigen Legaten von insgesamt 54'500 Franken konnte Engelberger einen Mehrertrag von 7100 Franken präsentieren. Eine Fondsentnahme von 30'000 Franken sorgt für ein ausgeglichenes Budget im laufenden Jahr. Aufgrund einer Leistungsvereinbarung zahlen Bund und Kanton etwas mehr als 400'000 Franken.

Der Bund hat aber schon länger angekündigt, dass er seine Beiträge deckeln, sprich reduzieren will. Für den Stiftungspräsidenten heisst das: «Wenn es mehr Leute gibt, die wir unterstützen müssen, gibt es nachher pro Fall weniger Unterstützung.» Inzwischen hat die Stiftung beim Kanton ein Gesuch eingereicht, um das Loch vom Bund zu stopfen. Laut Furrer ist es auf guten Wegen. Ob auch die Nidwaldner Kantonalbank (NKB) als Hauptsponsor etwas tiefer in die Schatulle greift, wird sich zeigen. Jedenfalls meinte der anwesende NKB-Direktor Heiri Leuthard: «Das verhandeln wir noch.» Stiftungspräsident Viktor Furrer kann damit folgende Bilanz ziehen: «Kurzfristig haben wir die Probleme gelöst. Langfristig haben wir weniger Geld, aber mehr zu tun.»

Grossartiges Engagement von 200 Freiwilligen

Insgesamt 200 freiwillige Mitarbeiter engagieren sich bei der Pro Senectute Nidwalden. Ein treffendes Beispiel, wie man kostenneutral wertvolle Hilfe leisten kann, ist die im Jahre 2013 gegründete Drehscheibe. Diese Plattform, wo ältere Menschen Dienstleistungen anbieten oder bei Bedarf beziehen können, wird fünfjährig. Seit der Gründung konnten 260 Vermittlungen getätigt werden.

Ruth Garcia, seit 2008 im Stiftungsrat und seit 2012 Vizepräsidentin, trat zurück. An ihrer Stelle wählten die gegen 100 Anwesenden die 51-jährige Monika Dudle-Amman, Leiterin der Ausgleichskasse Nidwalden, in den Stiftungsrat. Neuer Vizepräsident wurde Stiftungsrat Niklaus Reinhard. Stiftungspräsident Viktor Furrer und alle weiteren zur Wahl stehenden Stiftungsmitglieder wurden bestätigt.

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