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Pro Senectute Nidwalden muss Praxis ändern

Die Aufgaben nehmen ständig zu, während der Bund seine Beiträge kürzt. Trotz kantonaler Hilfe werden einige Angebote teurer.
Richard Greuter
Für Wanderungen über drei Stunden muss die Pro Senectute künftig kostendeckende Preise verlangen. (Symboldbild: Markus von Rotz)

Für Wanderungen über drei Stunden muss die Pro Senectute künftig kostendeckende Preise verlangen. (Symboldbild: Markus von Rotz)

Dass die Pro Senectute das «Café Weidli» in Stans als ihren Tagungsort wählte, hat Symbolcharakter. «Beide Institutionen setzen sich ein für Menschen», sagte Markus Knupp, Geschäftsführer der Stiftung Weidli, der den Mitarbeitenden und freiwilligen Helfern der Pro Senectute seinen Betrieb vorstellte.

Noch vor einem Jahr sagte Stiftungspräsident Viktor Furrer: «Kurzfristig haben wir die Probleme gelöst. Langfristig haben wir weniger Geld, aber mehr zu tun.» Wie an der Stiftungsversammlung zu vernehmen war, hat das Bundesamt für Gesundheit den Subventionsvertrag mit der Pro Senectute für die Jahre 2019 bis 2021 wie angekündigt nach unten korrigiert. «Dies hätte bedeutet, dass wir in der Rechnung für das Jahr 2019 60'000 Franken Defizit hätten», sagte der Stiftungspräsident.

Viktor Furrer, Stiftungspräsident Pro Senectute Nidwalden.

Viktor Furrer, Stiftungspräsident Pro Senectute Nidwalden.

Weil der Bund seine Unterstützung in den Folgejahren stufenweise reduziert, wären die Fehlbeträge in den nächsten Jahren gestiegen. Nun hat der Kanton Nidwalden reagiert und seinen Beitrag, auf ein Gesuch der Pro Senectute hin, von 145'000 auf 204'000 Franken erhöht. «Als der Landrat 2018 mit dem Budget unseren Beitrag genehmigte, fiel uns ein Stein vom Herzen», sagte Viktor Furrer in seinem Rückblick. Dabei richtete Furrer einen Dank an die Geschäftsführerin Brigitta Stocker, die die Daten für das Gesuch zusammen tragen musste. Sie wiederum danke allen freiwilligen Helfern für ihre Tätigkeit.

Trotz der kantonalen Hilfe: Die Pro Senectute muss ihre Praxis ändern. Leute die beispielsweise einen Spanischkurs besuchen oder an einer Wanderung von mehr als drei Stunden teilnehmen, gelten für den Bund weder gesundheitlich noch sozial benachteiligt. «Wir sind gezwungen, solche Anlässe kostendeckend zu organisieren», sagte Furrer. Die Pro Senectute darf ihre Mittel nur noch für Menschen in schwierigen Situationen verwenden.

Grosszügige Spende ist zweckgebunden

Anstelle des befürchteten Defizits budgetierte Kassier René Engelberger für das laufende Jahr eine ausgeglichene Rechnung, bei einem Aufwand von 1,1 Millionen Franken. Das vergangene Jahr schloss Engelberger mit einem Mehrertrag von rund 4000 Franken ab. Der Aufwand betrug etwas mehr als 1,3 Millionen Franken. Freude bereitete eine grosszügige Spende von 200'000 Franken. Dieses Geld sei für die Einrichtung rollstuhlgängiger Räume reserviert, so Furrer. Insgesamt erhielt die Stiftung etwas mehr als 260'000 Franken an Spenden, Kondolenzabgaben und Legaten. Eingeschlossen ist dabei auch die Herbstsammlung. Mit dem grössten Teil dieser Spenden wurde ein zweckgebundener Fonds gespiesen.

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