RAUCHVERBOT: «Rauchverbot light» wird nicht lange bestehen

In Nidwalden ist das Rauchen in Beizen weiterhin erlaubt. Einzig die Deklaration als Raucherlokal am Eingang ist neu vorgeschrieben. Da das Nidwaldner Gesetz milder ist als das neu beschlossene Bundesgesetz, gilt es allerdings nur als Übergangslösung.

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Rauchverbot in Restaurants: In Nidwalden weniger hart als in anderen Kantonen. (Bild Keystone)

Rauchverbot in Restaurants: In Nidwalden weniger hart als in anderen Kantonen. (Bild Keystone)

Das neue Nidwaldner Gesundheitsgesetz, das die Stimmbürger am Wochenende gutgeheissen haben, tritt auf den 1. März 2009 in Kraft. Im Gegensatz zu den Beizen gilt in Schulen, Verwaltungen und Spitälern ab jenem Datum im ganzen Kanton ein striktes Rauchverbot.

Das «Rauchverbot light» wird allerdings nicht lange Bestand haben. Das am Mittwoch von National- und Ständerat angenommene Bundesgesetz zum Schutz vor dem Passivrauchen ist nämlich ungleich strenger. Neben öffentlichen Gebäuden ist das Qualmen auch in Beizen grundsätzlich verboten - mit strikte geregelten Ausnahmen für kleine Lokale.

Das Bundesgesetz breche das Kantonsgesetz, sagte Nidwaldens Gesundheitsdirektor Leo Odermatt auf Anfrage. Somit müsse Nidwalden, sobald das neue Bundesgesetz in Kraft trete, sein Gesetz verschärfen und den Minimalanforderungen des Bundes anpassen. Die neue Regelung über das Rauchen in Nidwaldens Beizen werde somit als Übergangslösung gehandhabt, sagte Odermatt.

sda