REAKTION: Lungen-/Krebsliga: Nun ist Bern gefordert

Die Lungenliga Unterwalden und die Krebsliga Zentralschweiz sind enttäuscht vom Abstimmungsresultat. Sie werten das Resultat jedoch nicht als ein Nein zum Passivrauchschutz, sondern als Absage an den kantonalen Weg.

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(Symbolbild Keystone)

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Die Allianz bedauert den Entscheid der Nidwaldner Stimmbürger. Der Urnenausgang wird gemäss Medienmitteilung jedoch nicht als ein generelles Nein zu einem wirksamen Schutz vor Passivrauchen, sondern als eine Absage an eine kantonale Regelung verstanden.

Als noch kein Bundesgesetz in Aussicht stand, habe sich nämlich die Stimmbevölkerung der Kantone Tessin, Solothurn, Graubünden, Appenzell Ausserrhoden, Genf und Uri klar für rauchfreie Gaststätten entschieden. Nun hätten sich am (heutigen) Sonntag auch die Kantone Zürich und Basel-Stadt Ja zum Schutz vor Passivrauchen in öffentlich zugänglichen Innenräumen ausgesprochen.

«Zeichen nach Bundesbern»
«Trotz des knappen Neins in Nidwalden sind dies eindeutige Zeichen nach Bundesbern», heisst es weiter. «Die Gesetzgeber auf Bundesebene sind nun aufgefordert, die Nichtraucherinnen und Nichtraucher sowie die Serviceangestellten mit einer einheitlichen und wirksamen Regelung ohne Ausnahmen möglichst bald vor Passivrauchen zu schützen.» In vielen europäischen Ländern sei dies längst eine Selbstverständlichkeit.

Solange keine nationale und einheitliche Regelung zum Passivrauchschutz existierten, sei die Nidwaldner Gastronomie gefordert. Der relativ knappe Entscheid der Stimmbevölkerung zeige klar, dass sich viele Nidwaldner rauchfreie öffentlich zugängliche Innenräume und eine rauchfreie Gastronomie wünschten, heisst es weiter.

scd