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Rechnung der Nidwaldner Reformierten schliesst besser ab als erwartet

An der Kirchgemeindeversammlung präsentierte die Evangelisch-Reformierte Kirche Nidwalden ein Ergebnis, das um eine halbe Million Franken höher liegt als budgetiert.
Richard Greuter
Präsident Wolfgang Gaede (rechts) mit den zwei neuen Kirchenräten Peter Joos und Rahel Rutz. (Bild: Richard Greuter, Stansstad, 27. Mai 2019)

Präsident Wolfgang Gaede (rechts) mit den zwei neuen Kirchenräten Peter Joos und Rahel Rutz. (Bild: Richard Greuter, Stansstad, 27. Mai 2019)

Die Melodien, die Stefan Quaderer aus dem Klavier zauberte, passten gut zur Stimmung. Nach den gekonnt gespielten Filmmelodien und dem rassigen Boogie-Woogie am Schluss meinte Präsident Wolfgang Gaede: «Man könnte noch länger zuhören.» Doch die gegen fünfzig Personen trafen sich am vergangenen Montagabend im Ökumenischen Kirchengemeindehaus in Stansstad nicht zum Musikkonzert, sondern zur Kirchgemeindeversammlung der Evangelisch-Reformierten Kirche Nidwalden.

Für positive Stimmung sorgte auch die Rechnung des vergangenen Jahres. Kassier Max Marthaler budgetierte ein Minus von rund 43'000 Franken. Präsident Wolfgang Gaede, der die Rechnung 2018 erläuterte, präsentierte ein Gesamtergebnis von etwa 485'000 Franken. Dies ist mehr als eine halbe Million Franken als erwartet.

Auch auf der Ausgabenseite wurde gebremst

Der Hauptgrund sind höhere Fiskaleinnahmen. Anstelle von 2,2 Millionen Franken flossen mehr als 2,5 Millionen Steuergelder in die Kasse. Ein Mehrertrag von genau 347'103 Franken. Diese Mehreinnahmen setzen sich zusammen aus 38'621 Franken Einkommenssteuern von natürlichen Personen, 243'017 Franken Vermögenssteuern von natürlichen Personen und 64659 Franken Kirchensteuern von juristischen Personen. Das jeweilige Budget richtet sich nach den Fiskaleinschätzungen des Kantons. «Die haben wohl etwas zu tief budgetiert», meinte Wolfgang Gaede. Allerdings wurden auch Einsparungen von beinahe 138'000 Franken vorgenommen.

Für die Evangelisch-Reformierte Kirche Nidwalden sind diese zusätzlichen Beiträge willkommen. Kosten von mehreren hunderttausend Franken werden für die Dachsanierung der Kirche in Buochs erwartet. Wie viel die Totalsanierung des Pfarrhauses in Hergiswil kosten wird, ist noch nicht bekannt. Die Planung läuft erst an. Erwartet wird auch hier ein grösserer Kostenaufwand.

Von Interesse waren einige personelle Änderungen. Der neue Sozialdiakon Marcel Treier nahm im vergangenen August seine Tätigkeit auf. Für diese neu geschaffene Stelle hat der Kirchenrat eigens ein Profil entwickelt.

Zwei neue Mitglieder im Kirchenrat

Als neue Kirchenratsmitglieder wählte die Versammlung Rahel Rutz (41) und Peter Joos (69). Rahel Rutz ist im Steuerwesen tätig und Peter Joos ist pensionierter Lehrer. Robert Arndt wurde mit Dankesworten verabschiedet. Da der scheidende Kirchenrat als Archäologe viel im Ausland tätig ist, wurde die Teilnahme im Gremium immer schwieriger. Diana Harz wurde vom Kirchenrat zur Präsidentin der Liegenschaftskommission ernannt.

Ein Schwerpunkt im Rechenschaftsbericht des Kirchenrates ist die Reform der Struktur und der Kompetenzverteilung der Reformierten Kirche. Dieses Vorhaben, das schon länger in der Pipeline ist, wurde im März vor einem Jahr mit einer Strukturanalyse des externen Beraters Albert Schnyder von der Hochschule Luzern gestartet. Erste Ergebnisse liegen jetzt bereits vor. Das Projekt wird weiterverfolgt.

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