RECHT: Wenn der Strafbefehl nicht abgeholt wird

Einen Strafbefehl im Amtsblatt zustellen? Oft bleibt dem Untersuchungsrichter nichts anderes übrig.

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Paolo Casanova von der Nidwaldner Polizei (Mitte) kontrolliert einen Camion. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Paolo Casanova von der Nidwaldner Polizei (Mitte) kontrolliert einen Camion. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Im Nidwaldner Amtsblatt werden zuweilen Strafbefehle gegen Lastwagenchauffeure veröffentlicht. Dies veranlasst der Untersuchungsrichter, wenn er den Strafbefehl auf dem Postweg nicht zustellen kann. «Entweder ist der Empfänger in der Zwischenzeit umgezogen oder er holt die Post absichtlich nicht ab», sagt Untersuchungsrichter Alexandre Vonwil.

Der Zweck der Veröffentlichung ist denn auch nicht das Eintreiben des Bussengeldes, dieses bezahlen die allermeisten Chauffeure an Ort und Stelle, sondern die 20-tägige Einsprachefrist. Die beginnt am Tag der Publikation zu laufen. Rund 450 Strafverfahren wurden in diesem Jahr bis jetzt eingeleitet. «Grund dafür sind vor allem Übergewicht und Übermass der kontrollierten Lastwagen», sagt Pius Bernasconi, der stellvertretende Leiter der Nidwaldner Verkehrs- und Sicherheitspolizei.

Matthias Piazza

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.